Hardy‘s-Nachfolger
Japan-Upgrade: „Kasabar“ in Hamm vor zweitem Neustart
Mehr Japan, weniger Vietnam: Das einstige Hardy's in Hamm wird zur Sushi-Oase umgestaltet. Der zweite Neustart des Restaurants „Kasabar“ soll den Erfolg bringen.
Hamm - Als Nachfolger für das beliebte „Hardy‘s“ hatte das Restaurant „Kasabar“ in Hamm einen schweren Stand. Nach acht Monaten Betrieb wollen die Pächter mit verändertem Konzept einen zweiten Neustart wagen.
Aktuell laufen hinter den verklebten Fensterscheiben des „Kasa“ in der Oststraße umfangreiche Umbauarbeiten. Vom bisherigen Innenraum-Mobiliar bleibt nur die geräumige Theke. Stühle, Tische und Wände sollen eine authentisch japanische Optik bekommen. Die WC-Bereiche wurden bereits modernisiert.
Apropos japanisch: Auf der Speisekarte der „Cocktailbar mit handwerklichem Anspruch“ sollen künftig hochwertige Sushi-Gerichte dominieren. Der vietnamesische Anteil werde auf rund 30 Prozent sinken, typisch deutsches Essen quasi eliminiert. Ein gestrecktes Getränkeangebot soll die Sushi-Angebote harmonisch ergänzen.
Auf diese Weise soll das Gesamtangebot des Kasabar einen stimmigeren Charakter bekommen, erklärt Nguyen Le Khanh, einer der beiden Geschäftsführer. Der 39-Jährige glaubt nach wie vor an das Potenzial seines Restaurants, gesteht mit der Änderung allerdings Verbesserungsbedarf ein. Denn die Gäste seien bisher vor allem wegen des breiten Getränke-Angebots gekommen, weniger wegen des kulinarischen.
Restaurant Kasabar in Hamm: Sushi-Meister als Koch
Als Trumpfkarte stechen soll ein neuer Koch, der mit der am 7. April geplanten Neueröffnung antritt: Der 44-Jährige ist „Sushi-Meister“ mit 15 Jahren Berufserfahrung; ein Vietnamese, der sein Handwerk in Japan erlernt hat. Für die Speisen seines Heimatlands sorge weiterhin ein vietnamesischer Koch. Passend zum Selbstverständnis als Ausbildungs- und Integrationsbetrieb werden dem Team wie gehabt drei Azubis angehören.
Und noch etwas ist neu: Alle Speisen sollen künftig auch geliefert werden. Anfangs noch mit Hilfe von Lieferando, doch mittelfristig soll ein eigenes System inklusive individueller Onlinebestellung aufgebaut werden, sagt der umtriebige Unternehmer aus Hannover. Das Lokal selbst soll demnächst an sechs Tagen in der Woche von 11.30 bis 24 Uhr geöffnet sein, Küchenzeiten sind mittags und in den Abendstunden.
Restaurant Kasabar in Hamm: Ableger in Nordhorn
Seinen räumlichen Schwerpunkt verschiebt der 39-Jährige schon seit längerer Zeit immer stärker nach Hamm, stellt hier Weichen für einen Verein für die bis zu 400 Vietnamesen auf und verantwortet den Aufbau eines deutsch-vietnamesischen Wirtschaftsaustauschs.
Gleichzeitig bricht er weitere Grenzen auf: Das in Hamm erprobte Komplett-Konzept will er im Juli 2024 in Nordhorn in ein weiteres Kasabar-Restaurant fließen lassen.