Hitze und Dürre in NRW
Alles „ziemlich katastrophal“? Wetter-Experte ordnet Sommer-Prognose ein
Ein Experte spricht von einem „Scheißsommer“ in Mitteleuropa, der „ziemlich katastrophal“ werden kann. Wie ist die Lage in NRW? Ein Meteorologe ordnet ein.
Für die einen ist es eine freudige Nachricht, andere wiederum wünschen sich bereits den Herbst herbei. Der Sommer hält Einzug in Deutschland und die erste Hitzewelle forderte bereits die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Viele zog es an die Badeseen oder in die Freibäder, um sich eine Abkühlung zu gönnen.
Laut aktueller Wetter-Prognose wird uns die Hitze in Nordrhein-Westfalen erst einmal weiter begleiten – zumindest, wenn man auf die Vorhersage der kommenden Tage blickt. Nach einer kurzen Verschnaufpause wird es wieder spürbar wärmer in NRW. Laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird es Mitte Juli sogar noch einmal heiß im bevölkerungsreichsten Bundesland. Am Wochenende vom 11. und 12. Juli sind nämlich wieder über 30 Grad drin. Wegen der angekündigten Hitze wurde sogar bereits eine Festival-Premiere in Köln abgesagt.
„Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas“ – Experte ordnet ein
Wetter-Experte Jörg Kachelmann geht mit seiner Prognose noch einmal weiter und bezieht sich auf die Monatsvorhersagen des ECMWF (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts). „Die neuen Monatsvorhersagen des @ECMWF sehen ziemlich katastrophal aus, auch für den August – wie schon im Juni geschrieben (und der griechische Großmeteorologe und ruhmreiche Europaabgeordnete @S_Arnaoutoglou hat das auch früh so gesehen), scheint es kaum Hoffnung zu geben - es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas“, schreibt Kachelmann in einem Posting auf der Plattform X, ehemals Twitter.
Die neuen Monatsvorhersagen des @ECMWF sehen ziemlich katastrophal aus, auch für den August - wie schon im Juni geschrieben (und der griechische Großmeteorologe und ruhmreiche Europaabgeordnete @S_Arnaoutoglou hat das auch früh so gesehen), scheint es kaum Hoffnung zu geben - es… https://t.co/zUxds532jM pic.twitter.com/ump1UQhezZ
— Jörg @kachelmann anderswo: @realkachelmann (@Kachelmann) July 6, 2026
Auf der Karte zu sehen ist die Prognose für Juli mit einer Karte von Europa – dunkelrot gefärbt. Die Farbe symbolisiert die Temperaturabweichungen. Damit stehen die Aussichten für Deutschland und weitere europäische Länder eher düster.
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Meteorologe Thomas Gerwin vom DWD in Essen ordnet dies im Gespräch mit wa.de ein. Ob es ein „Scheißsommer“ in Nordrhein-Westfalen wird, lässt sich laut des Experten bisher nicht vorhersagen. Demnach zeigen alle Wettermodelle unterschiedliche Prognosen. Eine seriöse Prognose zum Wetter, die weiter als fünf Tage geht, könne der Experte aktuell nicht geben. Zumal ein Blick auf das Wetter im August noch schwieriger sei.
„Sommer steht wieder in den Startlöchern“ – Gefahr für Waldbrände nimmt zu
Was jedoch klar ist: „Der Sommer steht wieder in den Startlöchern“, erklärt Gerwin. Mitte Juli klettern die Temperaturen wieder auf sommerliche 30 Grad und in einigen Regionen sogar noch höher. Und trocken ist und bleibt es laut des Experten auch vorerst. „Es ist schon sehr trocken. Die Waldbrandgefahr wird wieder zunehmen“, so der Experte.
Übrigens: In diesem Jahr sind schon mehr Menschen an den Folgen von Hitze gestorben, als im ganzen letzten Jahr zusammen – und das, obwohl der Sommer noch längst nicht vorbei ist.
Rubriklistenbild: © Thomas Warnack/dpa
