Katzen verscheucht und verletzt

Kater Willi in Not: Streuner war „voller Zecken und sehr hungrig“

Eine Katzenbesitzerin bemerkte, dass ein Streuner ihre Katze verscheuchte und verletzte. Sie wurde auf den hungrigen und verletzten Kater Willi aufmerksam – und half ihm.

Schalksmühle - Nicht nur im Ausland leben viele Straßenkatzen. In Deutschland werden rund zwei Millionen streunende Katzen geschätzt, die kein Zuhause haben. Oft sind diese scheu und leben auf verwilderten und verlassenen Grundstücken. Weil die Tiere oft unkastriert sind, vermehren sie sich immer weiter. Menschen werden von den Streunern in den meisten Fällen aber gemieden. So wie auch von Kater Willi, der vor einigen Wochen in die Obhut der Tierschützer des Tierheims Dornbusch in Schalksmühle kam.

„Unkastriert, voller Zecken und sehr hungrig“ – nun sucht Streuner Willi ein Zuhause

Am Sonntag, 4. Mai, nahm das Tierheim den Straßenkater auf, wie die stellvertretende Tierheimleitung Lina Schuliers im Gespräch mit wa.de erzählt. Eine Frau wurde in Harrenscheid auf den Kater aufmerksam, weil sie immer wieder gesehen hatte, dass ihre Katze verscheucht wurde. „Er hat immer wieder andere Katzen weggejagt und teils schwer verletzt“, erklärt die Tierschützerin. Die Katzenbesitzerin wurde daraufhin jedoch darauf aufmerksam, dass auch der Streuner selbst verletzt ist – und meldete sich daher beim Tierheim und bat um Unterstützung.

Für Kater Willi suchen die Tierschützer in Dornbusch nun ein neues Zuhause.

Mithilfe einer Lebendfalle konnte Streuner Willi gefangen werden. Die Tierschützer brachten ihn daraufhin zum Tierarzt, um ihn behandeln und kastrieren zu lassen. „Unkastriert, voller Zecken und sehr hungrig hat er dafür gesorgt, dass ihm niemand zu nah kommt“, teilen die Tierschützer mit. Derzeit sitzt der Kater noch in Quarantäne. „Er hat sich ein bisschen mit Schnupfen angesteckt und muss da noch bleiben, bis er fitter ist“, erklärt Schuliers.

Zuhause für Kater Willi gesucht – „Weiter einsperren kommt aber auch nicht infrage“

Insgesamt ist Willi nicht sehr menschenbezogen. „Da er keinen festen Futter- und Schlafplatz hat, möchten wir ihn ungern in Harrenscheid wieder in die Freiheit entlassen. Weiter einsperren kommt aber auch nicht infrage“, so die Tierschützer. Aus diesem Grund suchen die Tierheimmitarbeiter nun ein Zuhause für den Vierbeiner – gerne auch einen Stall oder ähnliches, wo er einen warmen, trockenen Schlafplatz, regelmäßige Mahlzeiten und, wenn nötig, tierärztliche Versorgung hat.

Wer Kater Willi ein Zuhause schenken möchte, kann sich beim Tierheim Dornbusch melden. Das geht entweder telefonisch unter 02355/6316 oder per E-Mail an info@tierheim-luedenscheid.de.

Sechs Katzen-Babys und ihre Mutter lebten in einer alten Hundehütte. Tierschützer aus Münster haben die Tiere aufgenommen und wollen sie nun vermitteln.

Rubriklistenbild: © Tierheim Dornbusch

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