Gewitter mit Starkregen

Historische Hitzewelle in NRW endet mit Knall – „Wetter hält noch einiges für uns bereit“

Nach Rekordtemperaturen und heftigen Gewittern kehrt in NRW zunächst Ruhe ein. Doch der Wetterdienst warnt: Die nächsten Tage bleiben wechselhaft.

Tage voller Schweiß, tropische Nächte und Rekordtemperaturen: Die außergewöhnliche Hitzewelle in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland endet vorerst – aber nicht ohne ein letztes, kräftiges Ausrufezeichen. Nach einer unruhigen Nacht mit teils heftigen Gewittern beruhigt sich das Wetter in NRW im Verlauf des Montags allmählich, bleibt aber weiterhin wechselhaft. Auch am Dienstag, 30. Juni, drohen Gewitter.

Nach der Hitze ziehen Gewitter über NRW hinweg.

Der Höhepunkt der Hitzewelle ist meteorologisch gesehen auch ein historischer Moment. Bereits am Freitagnachmittag registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben an der Station Saarbrücken-Burbach 41,3 Grad – und damit einen neuen deutschen Temperaturrekord. Doch damit nicht genug: Am Samstag wurde an derselben Station zunächst 41,4 Grad gemessen. Den absoluten Rekord registrierte der DWD dann um 16.20 Uhr mit 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.

Rekord gebrochen: Hitze-Geschichte in NRW geschrieben

Die darauffolgende Nacht war laut DWD die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen: Im ostsächsischen Kubschütz sank die Temperatur nicht unter 29,4 Grad – der alte Rekord von 27,2 Grad aus dem Jahr 2003 wurde damit um mehr als zwei Grad übertroffen. An insgesamt 250 Wetterstationen wurden am Samstag so hohe Werte gemessen wie nie zuvor, an 46 Stationen wurden mindestens 40,0 Grad erreicht. An weiteren 211 Stationen fielen Rekordwerte für den Monat Juni – auch in NRW. In Tönisvorst am Niederrhein hat der DWD einen Höchstwert von sage und schreibe 40,2 Grad gemessen. So heiß war es im Juni in NRW noch nie.

Der Abgang der Hitzewelle verlief alles andere als leise. Am Sonntag und in der Nacht zu Montag zogen teils schwere Gewitter über Nordrhein-Westfalen hinweg. Am Montagmorgen warnte der DWD für den Osten des Bundeslandes noch vor Gewittern mit Starkregen. Die Wetterlage beruhigt sich im Verlauf des Montags aber zunehmend. Danach lockert die Bewölkung von Nordwesten her auf, und es wird bei Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad überwiegend trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen.

Schwere Gewitter als Abschluss

Die Nacht zum Dienstag verspricht dann Erholung – und vor allem die Chance, endlich noch einmal durchzulüften: gering bewölkt, klar und regenfrei, mit Temperaturen zwischen 14 und 17 Grad. Örtlich kann sich Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern bilden. Wer jedoch glaubt, dass damit Ruhe eingekehrt ist, irrt. Am Dienstag wird es laut DWD zunächst heiter bis wolkig und sommerlich warm mit 27 bis 30 Grad. Im Laufe des Nachmittags sind jedoch erneut einzelne Schauer und Gewitter möglich. In der Nacht zum Mittwoch können diese örtlich wieder kräftiger ausfallen und erneut Starkregen sowie stürmische Böen bringen.

Meteorologe Fabian Chow vom DWD bringt es auf den Punkt: „Das Wetter hält noch einiges für uns bereit. Hoffen wir, dass die Gewitter glimpflich verlaufen.“

Rubriklistenbild: © Daniel Schröder

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