Ende der Tropennächte

Endlich wieder lüften: Wann die Nächte in NRW wieder erträglich werden

Tropennächte, kein Durchzug, kein Schlaf: In NRW war es am Wochenende unerträglich heiß. Wann das Lüften endlich wieder hilft.

Update vom 29. Juni, 6.40 Uhr: Vielerorts in NRW kam in der Nacht und am frühen Montagmorgen bereits eine erste Abkühlung nach der tagelangen Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte teils vor Unwetter wegen Starkregen. Noch bis 9 Uhr gilt im Osten von NRW eine Warnung vor starkem Gewitter. Die Temperaturen steigen am Montag auf 25 bis 28 Grad, bevor sie in der Nacht zu Dienstag auf 17 bis 14 Grad sinken – spätestens dann dürfte das Lüften der Wohnung wieder Wirkung zeigen. Im Laufe der Woche werden die Nächte immer kühler, die Temperaturen sinken auf bis zu 12 Grad ab.

Seit Montag ist das Lüften in NRW wohl wieder endlich wirkungsvoll. (Symbolbild).

[Erstmeldung] Die Deutschen sind bekennende Lüfter. Morgens die Fenster weit auf, frische Luft rein, Schlafzimmer durchpusten – das ist für viele so selbstverständlich wie der Morgenkaffee. Doch in diesen Tagen bleibt das Ritual aus. Die Fenster bleiben zu. Nicht aus Faulheit, sondern weil es draußen schlicht genauso heiß ist wie drinnen. Wer in einer Wohnung ohne Klimaanlage lebt – und das ist in NRW die große Mehrheit – der weiß: Es ist gerade kaum auszuhalten.

Am Samstag, 27. Juni, werden in NRW verbreitet 36 bis 40 Grad erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von „extremer Wärmebelastung“ – und die macht auch vor der Nacht nicht Halt. Wer hofft, wenigstens nachts einen kühlen Hauch durch die Wohnung zu lassen, wird auch am Wochenende enttäuscht.

Ende der Tropennächte? Wann in NRW wieder gelüftet werden kann

In der Nacht auf Sonntag sinken die Temperaturen in NRW laut DWD verbreitet nur auf 20 bis 26 Grad – in Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet oder Köln bleibt es noch wärmer. Meteorologen nennen das eine „Tropennacht“: Wenn das Thermometer nicht unter 20 Grad fällt, erholt sich der Körper kaum, der Schlaf leidet, und selbst das Lüften bringt nichts außer noch mehr warmer Luft.

Der aktuellen Hitzewelle kann niemand entfliehen. Wann werden die Nächte wieder kühler? (Symbolbild)

Am Sonntag selbst bleibt es mit 30 bis 35 Grad weiterhin hochsommerlich heiß. An beiden Tagen sind teils schwere Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. Auch die Nacht zum Montag bringt mit Tiefstwerten zwischen 16 und 19 Grad noch keine echte Erholung. Tagsüber am Montag lässt die Hitze dann spürbar nach: Der DWD erwartet nur noch 25 bis 28 Grad – nach dem Extremwochenende fühlt sich das fast schon frisch an. Die Hitzewelle scheint dann gebrochen zu sein.

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Die richtige Wende kommt in der Nacht zum Dienstag: Laut DWD fallen die Temperaturen dann auf 13 bis 16 Grad, in Hochlagen sogar auf bis zu 11 Grad. Endlich wieder Schlaf bei offenen Fenstern, frische Luft im Schlafzimmer, kühle Bettlaken – das, was viele in NRW seit Tagen herbeisehnen.

Bis Montagnacht heißt es also: Fenster tagsüber geschlossen und abgedunkelt halten, um die Wärme draußen zu lassen. Wer lüftet, sollte das nur in den frühen Morgenstunden tun – zwischen 5 und 7 Uhr sind die Temperaturen noch am niedrigsten. Feuchte Tücher, Ventilatoren und viel Trinken bleiben bis dahin die wichtigsten Helfer gegen die Hitze. In wenigen Tagen gehört das Fenster dann wieder dem deutschen Nationalsport: ausgiebiges Lüften.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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