Warten auf Gewitter

NRW im Hitze-Schwitzkasten: Letzter heißer Tag – wieder Unwetter im Anmarsch

NRW brodelt unter der Hitze-Glocke. Die meisten sehnen sich endlich Abkühlung herbei – doch vorher ziehen Gewitter über das Land. Mit enormen Auswirkungen.

Update vom 28. Juni, 9.38 Uhr: Die Gewitter vom Vortag haben sich verzogen – was bleibt, ist eine erneute Warnung „vor extremer Hitze“ des Deutschen Wetterdienstes. Sie gilt im gesamten Bundesland zunächst bis 19 Uhr. Lediglich für den äußeren Westen NRWs gilt eine niedrigere Warnstufe „vor Hitze“. Gerade Menschen, die in dicht besiedelten städtischen Gebieten leben, haben es heute noch einmal schwer, bei Höchsttemperaturen von rund 34 Grad. „Aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung“ erwarten die Experten dort eine größere Hitzebelastung.

Doch die Abkühlung naht: Ab dem Nachmittag und bis in die Abendstunden und die Nacht hinein, werden wieder starke Gewitter erwartet. Dann ist auch wieder mit „Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen“ zu rechnen. Erst am Montag beruhigt sich die Wetterlage allmählich. Sowohl Hitze als auch Stürme nehmen dann endlich ab.

Update vom 27. Juni, 20.20 Uhr: Die Hitze-Gewitter haben ein großes Festival im Münsterland lahmgelegt. Das Vainstream-Festival in Münster wurde wegen des erwarteten Unwetters am Samstagabend abgebrochen. Darüber informierte der Veranstalter unter anderem über Instagram. Besucher wurden gebeten, das Gelände umgehend zu verlassen.

Wann kommt Abkühlung – und wie heftig wird‘s?

Update vom 27. Juni, 17.20 Uhr: In Hamm, Dortmund, Kreis Unna, Kreis Recklinghausen, Kreis Coesfeld sowie im Kreis Warendorf hat der DWD die Warnstufe erhöht. Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel gilt vorerst bis 18 Uhr.

Update vom 27. Juni, 16 Uhr: In Teilen von NRW kann es schon jetzt krachen. Der DWD hat seine Warnung aktualisiert. In einigen Landkreisen wie im Kreis Soest oder im Kreis Unna wird bereits in der Zeit von 16 bis 16.30 Uhr, mancherorts auch bis 17.30 Uhr, vor starken Gewittern gewarnt.

Update vom 27. Juni, 13.56 Uhr: Der DWD hat nun amtliche Warnungen sowohl vor extremer Hitze als auch vor Unwettern und schweren Gewittern herausgegeben. Die Hitzewarnung gilt für ganz NRW, bis auf einige Höhenlagen im Sauerland und Siebengebirge.

Vor Unwettern warnt der DWD im Westen und Nordwesten des Bundeslands. Sie gilt ab 21 Uhr am Samstag und bis 8 Uhr am Sonntagmorgen. Demnach muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h, vereinzelt auch Orkanböen bis 120 km/h gerechnet werden. „Zudem wird heftiger Starkregen um 30 l/qm in kurzer Zeit, punktuell auch um 50 l/qm in wenigen Stunden, sowie größerer Hagel mit Korngrößen um 4 cm erwartet“, heißt es.

[Erstmeldung vom 27. Juni, 12.17 Uhr] Mehr als 40 Grad wurden am Freitag, 26. Juni, gemessen. Es war der höchste Wert, den es in NRW seit Aufzeichnung gab. Ein Zug-Betreiber stellt seine Linien am Samstagnachmittag komplett ein. In mehreren Städten brennen Trafo-Stationen, die ersten Gemeinden sprechen von möglicher Trinkwasserknappheit. Der Hitze-Schwitzkasten hat NRW fest im Griff. Wann endlich kommt die Abkühlung?

Kinder kühlen sich auf einem Wasserspielplatz ab: Die Hitze wird von starken Unwettern unterbrochen.

Zunächst einmal warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch mal vor „verbreitet extremer Wärmebelastung“ für Samstag. Doch das Hochdruckgebiet verlagere sich nach und nach weiter nach Osten. An seinem westlichen Rand folge dafür eine „feuchte und sehr heiße Luftmasse“, heißt es. „Diese wird zunehmend schwül und neigt immer mehr zu Gewittern mit Unwetterpotential.“

Gewitter und heftige Unwetter ab Samstagnachmittag – Hitze wird nur unterbrochen

Schon ab dem Nachmittag könne es so weit sein. Dann kommen zwar Gewitter, doch diese haben es oft auch direkt in sich. Der DWD kündigt lokal heftigen Starkregen mit 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb von kurzer Zeit an. Dazu schwere Sturmböen von bis zu 100 km/h und Hagelkörner mit zwei bis drei Zentimetern Durchmesser.

„Bei besonders heftigen Entwicklungen vereinzelt auch Hagel mit Korngrößen bis 5 cm und orkanartige Böen bis 110 km/h (Bft 11) nicht ausgeschlossen“, schreiben die Meteorologen. Die extreme Hitze wird zudem vom großen Knall nicht abgelöst, sondern lediglich unterbrochen. In der Nacht zu Sonntag nehme das Gewitterpotenzial zwar zu, doch für tagsüber warnt der DWD erneut vor extremer Hitzebelastung.

Tolle Freibäder für eine Abkühlung in NRW: Wellenrutsche, Solebad und idyllische Natur

Die besten Freibäder in NRW
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Im Tagesverlauf soll es dann auch am Sonntag zu schweren Gewittern und Unwettern kommen:

  • Heftiger Starkregen: 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit wahrscheinlich, lokal auch extrem heftiger Starkregen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter möglich
  • Schwere Sturmböen um 95 km/h
  • ebenfalls größere Hagelkörner

In der Nacht zu Sonntag sollen die Tiefstwerte bei 20 bis 25 Grad liegen, in einigen Tallagen auch 18 Grad. Die höchsten Werte werden für Ballungsräume angekündigt, Städte sind aktuell auch besonders aufgeheizt. Am Tag soll es Höchsttemperaturen von 29 bis 34 Grad geben. Samstag sind jedoch noch einmal bis zu 40 Grad möglich.

In der Nacht zum Montag kommt dann laut DWD eine Abkühlung auf 19 bis 16 Grad, hier lohnt es sich endlich wieder, richtig durchzulüften. Tagsüber sind wieder Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. „Entspannung der Hitzesituation mit Höchstwerten zwischen 25 und 28 Grad“, schreibt der Wetterdienst.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Henning Kaiser

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