Extreme Trockenheit
Die 15 trockensten Orte der Welt im Ranking: Wo Regen ein absolutes Fremdwort ist
VonNadja Spielvogelschließen
Manche Orte auf der Erde verzeichnen über Jahrzehnte keinen Regentropfen. Spezielle klimatische Bedingungen formen dort extrem trockene Landschaften.
Kein Niederschlag in extremen Trockengebieten
Wasser bildet die unverzichtbare Grundlage für jegliches biologische Leben auf der Erde. Auf unserem Planeten existieren jedoch riesige Landschaften mit einem enormen und dauerhaften Feuchtigkeitsmangel. Pflanzen und Tiere entwickeln in diesen knochentrockenen Zonen erstaunliche Überlebensstrategien für Jahre ohne einen einzigen Regentropfen. Hohe Gebirgszüge blockieren sehr oft rettende Wolken vom Ozean und lassen das abgeschirmte Hinterland zu Staub vertrocknen.
Meeresströmungen formen ein dauerhaftes Wüstenklima
Ein bekanntes Beispiel für den geografischen Regenschatten liefert die Atacamawüste am Fuß der südamerikanischen Anden. Zusätzlich kühlt der kalte Humboldtstrom den Pazifischen Ozean deutlich ab und verhindert das Aufsteigen wärmerer Regenwolken. Die chilenische Stadt Quillagua profitiert als große Ausnahme nur noch vom Wasser des vorbeifließenden Flusses Loa
Starke Fallwinde verhindern flüssigen Niederschlag
In den eisfreien McMurdo-Trockentälern der Antarktis herrschen völlig andere physikalische Voraussetzungen für den lokalen Wassermangel. Eisige Luftmassen können kaum Wasserdampf speichern und senken die Niederschlagswahrscheinlichkeit drastisch. Starke Fallwinde fegen jede aufkommende Feuchtigkeit sofort aus der kargen Landschaft. Der tief gefrorene Wüstenboden erinnert Forscher wegen der dauerhaften Kälte eher an die harten Bedingungen auf dem Mars.
Regen ohne Ende: Diese Orte zählen zu den nassesten der Welt




Flüsse kreuzen knochentrockene Wüstenlandschaften
Trotz ständiger Dürre durchschneiden manchmal fremde Flüsse aus regenreichen Gebirgen eine karge Wüstenlandschaft. Der Oranje Fluss bringt zwar wertvolles Wasser in das südafrikanische Richtersveld. Das rettende Wasser ändert das trockene lokale Klima der umgebenden Bergwüste abseits des Ufers jedoch nicht. Heimische Sukkulenten verlassen sich deshalb auf feuchte Nebelbänke vom Atlantik und beweisen die ständige Anpassungsfähigkeit der Natur.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Sergi Reboredo










