„So dankbar“
Deutsche Biathlon-Hoffnung findet nach schwerer Krankheit ihr Lächeln wieder
Die deutsche Biathletin Johanna Puff ist nach ihrer Herzmuskelentzündung wieder zurück auf Skiern. Hinter der deutschen Hoffnung liegen bewegte Monate.
Ein strahlendes Lächeln, Skier unter den Füßen, verschneite Tannen im Hintergrund: Johanna Puff hat auf Instagram vor wenigen Tagen (Stand: 25. März) ein Selfie gepostet, das mehr sagt als tausend Worte. Die deutsche Biathletin ist zurück in der Loipe – und das nach Monaten voller Bangen und Geduld.
Am 7. Dezember 2025 kollabierte Puff beim IBU-Cup-Verfolgungsrennen in Obertilliach auf der Strecke und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Diagnose: Myokarditis, eine Herzmuskelentzündung. Für die 23-Jährige bedeutete die Diagnose das sofortige Saisonaus – und das Ende ihres Olympia-Traums.
Biathlon-Hoffnung kehrt nach Herzmuskelentzündung in die Loipe zurück
Auf Instagram schreibt Puff nun: „So grateful to be back on my skis with a smile again (auf Deutsch: ‚Ich bin so dankbar, wieder mit einem Lächeln auf den Skiern zu stehen‘; Anm. d. Red.).“ Die Biathletin ist laut eigener Aussage für den Sport wieder freigegeben und kehrt Schritt für Schritt ins Training zurück. Geduld ist aber natürlich weiterhin gefragt. Puff: „Aber ich bin unglaublich dankbar, an diesem Punkt zu sein.“
Die 23-Jährige gehört zu den größten Talenten im deutschen Biathlon und startet seit 2023 im Weltcup für den Deutschen Skiverband (DSV) und krönte sich 2025 im Einzel und der Staffel zur zweifachen Europameisterin. Die Athletin der Bundespolizei dankt in ihrem Post ausdrücklich ihrer Familie, ihrem Arbeitgeber, ihrem Trainer sowie ihren Sponsoren für die Unterstützung in den vergangenen Monaten.
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Puffs kleiner Comeback-Post löste in der Biathlon-Szene eine Welle der Solidarität aus. Teamkollegin Julia Tannheimer, aktuell eine der größten deutschen Nachwuchshoffnungen im Weltcup, kommentierte mit Herzaugen-Emojis. Auch die französische Biathletin Jeanne Richard meldete sich zu Wort: „So glücklich, dich wieder lächeln zu sehen!!“ Vanessa Voigt drückte zudem mit einem Herz-Emoji ihre Verbundenheit aus, die schwedische Biathletin Anna-Karin Heijdenberg schloss sich an.
Nach dem Kollaps sprach Puff offen über zwei Panikattacken auf der Strecke und extremen Druck auf der Brust. Die Wochen danach waren mental wie körperlich eine Zerreißprobe. Sport war absolutes Tabu – „brutal schwer“, wie sie selbst sagte. Jetzt, rund dreieinhalb Monate nach dem Zusammenbruch, zeigt das Selfie aus der Loipe: Johanna Puff kämpft sich zurück. Ob und wann Puff wieder voll ins Training einsteigen kann, ist noch offen – aber das Lächeln auf ihrem Gesicht lässt hoffen. (kk)
Rubriklistenbild: © Instagram @ johanna.puff
