Zusammenbruch im IBU Cup
Nach Panikattacken und Atemproblemen – Deutsches Biathlon-Talent leidet noch immer
Johanna Puff packt nach ihrem Zusammenbruch aus: „Ich hatte zwei Panikattacken“. Noch immer leidet die Biathletin an den Folgen der Krankheit.
Die deutsche Biathletin Johanna Puff (23) kämpft weiterhin mit den schweren Folgen ihrer Herzmuskelentzündung. Die zweifache Europameisterin war am 7. Dezember 2025 beim IBU-Cup-Rennen in Obertilliach während des Wettkampfs zusammengebrochen und musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.
Im Interview mit dem Portal web.de spricht die 23-Jährige nun erstmals offen über die dramatischen Momente auf der Strecke: „Ich erinnere mich vor allem an einen extremen Druck auf der Brust und massive Atemprobleme. Ich habe alles noch mitbekommen, auch den Abtransport mit den Notärzten. Ich hatte zwei Panikattacken“, erklärte Puff. Die Diagnose: Myokarditis, eine Herzmuskelentzündung, die sie nun zu einer langen Zwangspause zwingt.
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Für die zweifache Europameisterin von 2025 ist die Saison 2025/2026 damit definitiv beendet. „Solange ich kein klares Okay habe, denke ich darüber nicht nach. Sonst erlebt man mehr Enttäuschungen als Freude“, erklärte Puff im Interview. Sport sei derzeit absolutes Tabu für sie. „Brutal schwer. Aber am Ende muss man sagen: Die Gesundheit geht vor.“
Mit dem vorzeitigen Saison-Aus zerplatzte auch jede Chance auf eine Olympia-Teilnahme in Antholz. „Ich glaube, schwieriger als es leistungsmäßig nicht zu schaffen, ist es, gar keine Chance mehr darauf zu haben“, sagte Puff emotional. „Olympia ist nur alle vier Jahre, es ist ein Kindheitstraum. Der bricht schon ein Stück weit zusammen.“
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Rund eineinhalb Monate nach dem Kollaps geht es Puff zwar besser, doch sportlich ist sie noch nicht zurück. „Es ist besser, würde ich sagen – aber gut ist es noch nicht“, so die 23-Jährige. Diese Woche stehen wichtige Nachuntersuchungen in Berlin an. Wenn alles passt, kann sie vielleicht langsam wieder einsteigen – aber bis zur Normalität dauere es sicher noch.
Die Diagnose zu akzeptieren, fällt Puff weiterhin schwer: „Trotzdem habe ich es bis heute noch nicht zu hundert Prozent akzeptiert“, gestand sie im Interview. Um sich abzulenken, versucht die Athletin, im Haushalt aktiv zu bleiben, räumt um und überlegt, ein Fernstudium zu beginnen, um den Kopf zu beschäftigen.
Trotz ihres eigenen Schicksalsschlags will Puff ihren Partner Lukas Hofer (36) bei den Olympischen Spielen unterstützen. Der italienische Biathlet erlebt in Antholz Heimspiele. „Ich werde wahrscheinlich die erste Woche nach Antholz rüberfahren, um Lukas zu unterstützen“, kündigte Puff an. (kk)
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