Schwarz-blau liegt vorne
AfD-Schock für Merz: Umfrage zeigt deutlichen Kanzler-Wunsch
Für die Merz-Regierung geht es in Umfragen stetig bergab. Die Unzufriedenheit hat einen neuen Tiefpunkt erreicht – zum Vorteil der AfD.
Für die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz kommt es mit jeder neuen Umfrage schlimmer. Während die Union massiv an Zustimmung einbüßte, zog die AfD vorbei und baute ihren Vorsprung aus. Wähler rechnen mit einem vorzeitigen Bruch der Koalition, und jetzt wünscht sich eine Mehrheit einen Kanzler oder eine Kanzlerin der Rechtspopulisten.
Es sind turbulente Wochen für die Merz-Regierung. Die Zustimmungswerte sinken stetig, auch weil die angekündigten großen Reformen ausbleiben oder zu wenig fruchten. Dazu treffen die Folgen des Iran-Kriegs Deutschland unmittelbar. Die Wirtschaft kommt nicht in Schwung, die Energie- und Lebensmittelpreise schnellen in die Höhe und werden in den Augen vieler nicht zufriedenstellend bekämpft. Sowohl der Tankrabatt als auch die 12-Uhr-Regel an Tankstellen spielen den Öl-Konzernen in die Karten, lautet ein Vorwurf.
INSA-Umfrage als Debakel für Merz: Ein Viertel wünscht sich Kanzler oder Kanzlerin von der AfD
Das sorgt für Unmut in der Bevölkerung, was sich auch in Umfragen niederschlägt. In einer YouGov-Befragung rechneten zuletzt 55 Prozent mit einem Bruch des Schwarz-roten Bündnisses. Eine neue Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA für die Bild zeigt jetzt: Jeder Vierte wünscht sich einen Kanzler oder eine Kanzlerin von der AfD. 25 Prozent sind der Meinung, dass die Rechtspopulisten den nächsten Regierungschef stellen sollten. Union (19 Prozent), SPD (13 Prozent) und Grüne (12 Prozent) liegen klar dahinter. 19 Prozent sind unschlüssig.
Bei der Frage nach der Regierung sieht es ähnlich aus. Das präferierte Bündnis der Befragten ist eine Koalition aus CDU/CSU und AfD (26 Prozent). Ein linkes Bündnis aus SPD, Grünen und Linken wünschen sich 24 Prozent. Erst auf Platz drei käme die aktuelle Regierung (23 Prozent). 27 Prozent wollten sich nicht festlegen.
Merz-Kabinett: Neue Namen, alte Bekannte – die komplette Liste in Bildern




Merz schließt Neuwahlen und Minderheitsregierung aus
Von einem vorzeitigen Ende der Koalition und deren Folgen will Merz allerdings nichts wissen. „Eine Minderheitsregierung ist für mich keine Option. Und ich werde sie nicht eingehen. Und ich werde sie nicht auslösen“, sagte der Kanzler am Vorabend des ersten Jahrestags der schwarz-roten Regierung auf einer Tagung des CDU‑Wirtschaftsrats. Auch Neuwahlen erteilte er eine Absage, da sie laut Merz zur weitgehenden Handlungsunfähigkeit Deutschlands führen würden.
Der CDU-Chef zeigte sich entschlossen, bis zur nächsten Bundestagswahl die Zusammenarbeit mit der SPD fortzusetzen. „Wir wollen und wir müssen mit dieser Koalition, die wir jetzt haben, erfolgreich sein.“ Er werde das Land „nicht den radikalen Kräften überlassen“, sagte Merz, der auch bei Forsa neue Rekordwerte bei der Unbeliebtheit erreicht. (Verwendete Quellen: Bild, Deutsche Presse-Agentur)
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