Grüne und AfD profitieren
Umfrage-Schock für Merz: Schwarz-Rot stürzt in Umfragen weiter ab
Union und SPD stagnieren laut Forsa bei ihren schlechtesten Werten seit Jahren. Merz erreicht neue Rekordwerte seiner Unbeliebtheit – selbst Unionsanhänger versagen ihm die Treue.
Die Regierungsparteien liegen in der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter auf dem schlechtesten Wert seit Beginn ihrer Amtszeit – um genau zu sein, sind es die schlechtesten Ergebnisse seit dem Anfang der von Forsa dargestellten Messungen im Januar 2023. Die Regierung von Friedrich Merz (CDU) befindet sich damit in einer Abwärtskurve.
Das bisher schlechteste Ergebnis für die Union waren 24 Prozent im Dezember vergangenen Jahres. Inzwischen liegt die Partei schon die zweite Woche in Folge bei 22 Prozent, fünf Prozentpunkte hinter der AfD. Diese kann sich weiter mit 27 Prozent auf Platz 1 halten. Auch die SPD bleibt bei ihrem schlechtesten Forsa-Wert: Nur zwölf Prozent der Befragten würden den Sozialdemokraten ihre Stimme anvertrauen. Das Ergebnis ist jedoch im Vergleich zur Union stabiler. Seit Beginn der Amtsperiode im Frühjahr 2025 schwankten die Werte der Union um sechs Prozentpunkte, während die der SPD nur um drei Prozentpunkte schwankten.
Merz-Regierung in Umfrage bei schlechtesten Werten seit Beginn der Amtszeit
Auf CDU/CSU folgen auf Platz drei die Grünen. Sie gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und liegen nun bei 16 Prozent. Auch die Linke kann ihre zuletzt guten zweistelligen Zustimmungswerte halten, verliert jedoch einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Die FDP bleibt mit vier Prozent weiter unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa wurde vom 28. April bis 4. Mai 2026 im Auftrag von RTL und ntv durchgeführt. 2002 Personen wurden gefragt, welche Partei sie wählen würden, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das sind die Ergebnisse im Überblick:
| Partei | Zustimmung (Veränderung zur Vorwoche) |
|---|---|
| AfD | 27 % |
| Union | 22 % |
| Grüne | 16 % (+1) |
| SPD | 12 % |
| Linke | 11 % (-1) |
| FDP | 4 % |
| Sonstige | 8 % |
Insgesamt kommen Union und SPD nur noch auf 34 Prozent Zustimmung – ein Verlust von elf Prozentpunkten zur Bundestagswahl 2025. Damals kamen Union und SPD gemeinsam auf 45 Prozent. Die Umfragewerte des Meinungsforschungsinstituts sind nur eingeschränkt mit den Werten der Bundestagswahl vergleichbar. Sowohl die Anzahl der befragten Personen als auch der Kontext unterscheiden sich drastisch. Dennoch ist es eine repräsentative Studie, deren Werte einen Abwärtstrend beim Vertrauen in die Bundesregierung zeigen.
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85 Prozent sind mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden
Bestätigt wird das durch die Zustimmungswerte zu Friedrich Merz selbst. Auf die Frage „Sind Sie mit der bisherigen Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden?“ antworteten nur noch 13 Prozent der Befragten mit „Ja“ – auch das ein Tiefstwert und noch einmal zwei Punkte weniger als vor einer Woche. 85 Prozent antworten mit „Nein“. Selbst Unions-Anhänger sind sich mehrheitlich unzufrieden, 53 Prozent gaben „Nein“ an.
Die Mehrheit der Deutschen traut keiner Partei die Lösung der Probleme in Deutschland zu. 54 Prozent und damit zwei Prozentpunkte mehr als vor einer Woche sehen keine Partei als ausreichend kompetent. Zuletzt wurde dieser Wert erreicht, als die Ampel-Koalition im November 2024 zerbrach. Gleichzeitig ist es nicht der schlechteste Wert: Im Februar 2024 sahen 59 Prozent der Befragten keine Partei als fähig an, die Probleme in Deutschland zu lösen. Den besten Wert in dieser Frage erreicht die AfD mit 14 Prozent, 12 Prozent nennen die Unionsparteien. Die AfD verändert sich damit nicht, die Unionsparteien geben einen Punkt ab. (Quellen: Forsa, ntv) (cdz)
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