Tierseuche
Schweinepest in NRW: Weitere Tiere positiv – Kreis verhängt Maßnahmen
Im Kreis Olpe in NRW gibt es einen Fall der Afrikanischen Schweinepest. Um die Schweinepest einzudämmen, wurden nun Maßnahmen angeordnet.
Kirchhundem - Sorge um den Tierbestand im Kreis Olpe: In Kirchhundem wurde kürzlich ein totes Wildschwein gefunden, welches positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet wurde. Auch das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit bestätigte den Fall am Samstag, 14. Juni. Wenig später wurden weitere tote Wildschweine in der Gemeinde aufgefunden. Um den Wildschwein-Bestand im Kreis Olpe zu retten und eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wurden nun Maßnahmen verhängt.
Schweinepest im Kreis Olpe: Mehrere Wildschweine verstorben
Bei dem infizierten Wildschwein handelt es sich um den ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Nordrhein-Westfalen, teilt das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit. Am Montag, 16. Juni, hat der Kreis Olpe eine Tierseuchenverfügung erlassen zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen. Diese Verordnung enthält Vorschriften für Schweinehalter, Jäger und Hundehalter in der betroffenen Region. Außerdem legt der Kreis eine „infizierte Zone“ fest, in der die Vorschriften gelten. In der Zone liegt Kirchhundem, unter anderem aber auch Lennestadt und Teile von Schmallenberg.
Als Maßnahmen hat der Kreis in dieser Zone ein Jagdverbot mit wenigen Ausnahmen verhängt. Zudem soll die Suche nach toten Wildschweinen intensiviert werden. Ein Transportverbot für Wildschweine, Hausschweine sowie deren Fleisch und Nebenprodukte aus dieser Zone wurde ebenfalls erlassen. Personen, die in Kontakt mit Wildschweinen gekommen sind, müssen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchführen, was auch für Fahrzeuge und Hunde gilt. Schweinehalter sind verpflichtet, die Anzahl ihrer Tiere sowie verendete oder kranke Schweine, insbesondere bei Fieber, dem Landrat zu melden. Außerdem ist die Freilandhaltung von Schweinen untersagt.
Landwirte und Hobbyhalter sind zur Vorsicht aufgerufen
Wie es in der Verfügung weiter heißt, würde im Falle eines Ausbruchs der Schweinepest „ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für gehaltene sowie wildlebende Schweine“ bestehen. Wichtig sei es nun, die Verbreitung innerhalb der Schwarzwildpopulation sowie das Übertreten in Hausschweinbestände zu vermeiden. „Ich appelliere an unsere Landwirtinnen und Landwirte mit Schweinehaltungen, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Hausschweinebestände vor der ASP gerade jetzt ganz besonders zu beachten. Selbstverständlich sind auch die Hobbyhalter zu höchster Vorsicht aufgerufen“, wird NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen in einer Mitteilung zitiert.
Menschen im Kreis Olpe und Umgebung müssen jetzt aber nicht in Panik verfallen: Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat mitteilt, ist die Afrikanische Schweinepest für Menschen ungefährlich. Für Schweine endet eine Infektion mit der Seuche jedoch fast immer tödlich.
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