Aus dem Krieg evakuiert

„Kleiner Kämpfer“ im Kinderwagen: Hund Artik musste gerettet werden – er kann kaum noch laufen

Rüde Artik hat ein schweres Schicksal hinter sich. Und obwohl er aus dem Kriegsgebiet gerettet werden konnte, ist sein Leben noch immer nicht rosig. Er sucht Menschen, die ihm noch einmal Zeit schenken.

Artik hat fürchterliche Schmerzen. Hätte, würde er nicht Schmerzmittel bekommen. Der Rüde leidet an schwerer Arthrose, das Laufen fällt ihm schwer. Videos zeigen aber, wie Artik den Alltag wunderbar meistert – in einem Kinderwagen.

Artik hat schlimme Gelenkschmerzen, bekommt aber Medizin. Er sucht Menschen, die ihm noch einen schönen Lebensabend bescheren wollen.

Der Mischlingsrüde kommt aus der Ukraine. Er wurde aus dem Kriegsgebiet gerettet, aus einem Tierheim in Cherson, „direkt an der Frontlinie“. Das schreiben die Tierschützer vom Verein Notpfote über den „kleinen Kämpfer“, wie sie ihn nennen. „Wir konnten ihn evakuieren und ihn in Sicherheit bringen.“

Rüde Artik: Aus der Ukraine gerettet, jetzt im Buggy unterwegs

Der zehnjährige Rüde habe trotz dieser Vergangenheit seine Lebensfreude nicht verloren. Und das, obwohl er zusätzlich noch schwere Gelenkprobleme hat. „An allen vier Beinchen sind die Gelenke stark entzündet, auch die Knochen wurden bereits angegriffen“, heißt es auf der Website des Vereins. In den Hinterbeinen des rund 40 Zentimeter großen Rüden sei die Arthrose besonders stark. Deshalb falle ihm das Laufen auch so schwer.

Doch Artik bekommt zum einen Schmerzmittel, zum anderen haben er und seine Pflegestelle eine niedliche Lösung gefunden. Artik wird im Kinderwagen herumgefahren. So ist er „der coolste Hund im Hundepark“, wie es in einem Video von Notpfote auf Instagram heißt. Seine vier Beinchen wollten einfach nicht so wie er. Artik aber gebe alles, und probiere „die unterschiedlichsten Laufstile“ aus. Manchmal hüpft er mit den Hinterbeinchen, manchmal bewegt er eins nach dem anderen, manchmal zieht er sie hinter sich her. Irgendwie geht es jedenfalls. Der zehnjährige Rüde hat noch nicht genug vom Leben.

Influencer Malte Zierden stellt Artik im TV vor

Artik habe „einen unwiderstehlichen Hundeblick“. Dem kann sich auch Tierschützer Malte Zierden nicht entziehen, der den Rüden in der Sendung Tiere suchen ein Zuhause im Kinder-, beziehungsweise Hundewagen über die Wiese fährt. Er nennt ihn einen „unfassbar wunderschönen, süßen kleinen Hund“,

Artik mag: Hündinnen, Leckerchen, Kuscheln, Katzen und die Nähe zu seinen Menschen. Artik mag nicht: manche Rüden, Stolperfallen, Treppen. Sein neues Zuhause soll ebenerdig sein, am besten mit eigenem Garten, wo er in seinem Tempo die Laufstile ausprobieren darf. Ein weiches Körbchen wäre auch nicht schlecht.

Der zehnjährige Artik hat einen „unwiderstehlichen Hundeblick“, sagen die Tierschützer vom Verein Notpfote.

Der Verein will alle Infos über die Gelenkprobleme bei Interesse an Artik im Detail besprechen und seine neuen Menschen damit nicht alleine lassen. „Wir würden uns einfach nur freuen, wenn ihr euch für ihn meldet, und er seine ersten Anfragen bekommt“, heißt es im Instagram-Video. Gesucht werden „Menschen mit großem Herzen, die ihm einen liebevollen und geborgenen Lebensabend schenken möchten“. Wer Interesse daran hat, Artik dieses Geschenk zu machen, kann sich per Mail an vermittlung@notpfote.de an den Verein wenden.

Auch andere Hunde warten auf ihre zweite Chance. Kurt ist kleiner als die anderen in seinem Alter. Der Welpe wurde in Ungarn mit seinen Schwestern ausgesetzt und hat eine Fehlbildung der Leber. Die macht ihm aber nichts aus – ganz im Gegenteil.

Rubriklistenbild: © Notpfote e.V.

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