Mutig und menschenbezogen
„Ein bisschen frech“ – Klitzekleiner Welpe Kurt als Baby einfach ausgesetzt
Kurt ist kleiner als die anderen in seinem Alter. Der Welpe wurde in Ungarn mit seinen Schwestern ausgesetzt und hat eine Fehlbildung der Leber. Die macht ihm aber nichts aus – ganz im Gegenteil.
Auch wenn Kurt noch ein Welpe ist: Er ist schon größer, als er aussieht. Sein Köpfchen ist winzig klein, die braunen Knopfaugen wirken fast zu groß, wenn sie forsch beobachtend nach oben schauen. Kurt ist ein halbes Jahr alt und aufgrund einer Fehlbildung der Leber wächst er nicht so, wie er eigentlich sollte.
In Ungarn hätte er damit nicht überlebt, heißt es in einem Video von Tiere suchen ein Zuhause, wo Kurt vom Tierschutzverein Notpfote vorgestellt wurde. Hier in Deutschland jedoch konnte er schon behandelt werden – Prognose und Heilungschancen stehen laut Tierschützern gut, dass „einem langen, gesunden Leben nichts mehr im Wege steht“, heißt es auf der Website des Düsseldorfer Tierschutzvereins. Kurt wurde demnach zusammen mit seinen drei Schwestern ausgesetzt, als sie noch ganz jung waren. Jetzt will Kurt leben, toben, entdecken und lernen.
Kurt hat ein Leber-Problem – doch nach einer OP ist er welpentypisch fit, verspielt und „ein bisschen frech“
Der Welpe steckt voller Energie, wie es unter dem Video heißt. Er sei „mutig und verspielt, ein bisschen frech“ und kenne noch keine Regeln. Typisch Babyhund eben. Kurt sei aufgeweckt und intelligent, „welpentypisch chaotisch“ und lerne schnell, schreibt der Verein Notpfote außerdem. „Jeden Tag macht er neue Fortschritte und zeigt sich dabei sehr aufmerksam und lernwillig.“ Innehalten könne Kurt aber auch schon: „Trotz seines jungen Alters findet Kurt bereits gut zur Ruhe und beobachtet seine Umgebung oft ganz konzentriert“, heißt es auf der Website vom Tierschutzverein.
Besonders bei neuen Situationen und Umweltreizen sei Kurt manchmal noch überfordert. Doch er werde „mit jedem Tag mutiger und selbstsicherer“. Auch den Umgang mit anderen Hunden kenne er schon. Auf seiner Pflegestelle lebe der kleine Welpe mit einem Hunderudel zusammen und meistere die Situation „prima“. Er kennt auch Autofahren und meistere auch diese gut. Trotzdem muss er noch Regeln lernen und ist auch noch nicht ganz stubenrein, wie es heißt.
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Seine neue Familie solle darum Zeit und Geduld mitbringen, um ihm die Menschenwelt beizubringen und den Weg ins Erwachsenenleben zu begleiten. Kurt ist außerdem ein Kuschler. Er sei menschenbezogen, liebe Adiletten und Teppichfransen. Die „stehen bei ihm hoch im Kurs“, schreiben die Tierschützer augenzwinkernd. Ihren Verein können Interessierte per Mail an vermittlung@notpfote.de oder telefonisch unter der Nummer 0211/88234352 erreichen.
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