Nach Omas Rezept

Neue Gastronomie mit besonderem Konzept in NRW – Speisen sollen „ein Gefühl transportieren“

In Köln hat ein neues Restaurant eröffnet. Das Konzept ist ungewöhnlich: Besuchern wird pro Abend nur ein Gericht angeboten – ganz nach Omas Rezept.

Köln - Rouladen, Königsberger Klopse und Gulasch sind Gerichte, die die meisten sicherlich aus der Kindheit kennen. Diese traditionelle Küche kommt häufig bei einem Besuch bei den Großeltern auf den Tisch. Ein Essen wie bei Oma – das verspricht nun auch ein neu eröffnetes Restaurant in Köln. Das Konzept ist besonders.

Bei Omagerichte sitzen die Gäste an großen Tischen.

Seit Ende August teilen Omas ihre Rezepte bei „Omagerichte“ in der Alteburger Straße im Kölner Stadtteil Bayenthal. Gemeinsam mit einem professionellen Koch werden die Gerichte zubereitet. Das Besondere dabei: Jeden Abend wird nur ein Gericht angeboten – inklusive vegetarischer Option. Denn an jedem Abend steht eine andere Oma in der Küche.

Speisen bei „Omagerichte“ sollen „ein Gefühl transportieren“

Wer ein Oma-Gericht probieren möchte, der muss vorab einen Platz reservieren und auch schon im Vorfeld für Speisen und Getränke bezahlen. Diese Methode hat mehrere Vorteile, berichtet Geschäftsführer Axel Brinkmann im Gespräch mit wa.de. Zum einen soll bei den Gästen tatsächlich das Gefühl eines Familienessens entstehen, ohne die lästige Frage am Ende, wer was bezahlen muss. Zum anderen wolle man damit Lebensmittelverschwendung vermeiden.

Auch für die Omas ist die Arbeit bei „Omagerichte“ eine Bereicherung. Eine der Omas, Monika, habe nach dem Tod ihres Mannes viel Zeit zu Hause verbracht, erzählt Axel Brinkmann. Nun teilt sie bei „Omagerichte“ ihr Lieblings-Rezept: „Meine Enkelin wollte früher mindestens einmal in der Woche meine Königsberger Klopse essen. Sie hatte sie so gerne, dass ich sie jetzt hier im Restaurant als mein Gericht für die Gäste koche“, berichtet Oma Monika.

„Oma-Gerichte, wer liebt das denn nicht?“

Das Restaurant-Konzept stammt von Axel Brinkmann. In der Corona-Zeit führte eine Zufallsbegegnung zu der Idee für „Omagerichte“. „Ein Freund hat mich zum Essen eingeladen. Es gab ein typisches Oma-Gericht, Schnibbelbohnensuppe“, erzählt der Geschäftsführer. „Oma-Gerichte, wer liebt das denn nicht?“, und so setzte sich der Gedanke bei Axel Brinkmann fest.

„Es ist aber nicht konkret meine Idee“, erzählt Brinkmann weiter. Über eine TV-Show wurde er auf ein New Yorker Restaurant aufmerksam, in dem Omas in der Küche stehen. „Unser Konzept ist aber abgewandelt“. Gäste sitzen bei „Omagerichte“ an großen Tischen, wer zu zweit kommt, kommt zwangsläufig mit Fremden in Kontakt. Kellner servieren nicht einfach fertige Teller, stattdessen wird ein großer Topf voller Essen herumgereicht.

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Ein Besuch in dem Kölner Restaurant soll „ein Gefühl transportieren“. Gäste sollen sich wie bei Oma zu Hause fühlen. Manche Omas mischen sich während des Essens auch gerne unter die Gäste. Die eine oder andere Oma „trinkt dann auch ein Schnäpschen mit den Gästen“, berichtet Axel Brinkmann.

Bislang gibt es nur das eine Restaurant von „Omagerichte“, das Konzept ist allerdings „auf Wachstum ausgelegt“, so der Geschäftsführer. So seinen künftig beispielsweise Franchisenehmer denkbar. Ein besonderes Konzept verfolgt auch ein Restaurant in Kevelaer: Es will das gesündeste Restaurant Deutschlands werden.

Rubriklistenbild: © Omagerichte

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