Tierheim Siegen
Nach Vorfällen im Nachbargarten wird Hund Gismo als „gefährlicher Hund“ eingestuft
Gismo kam als Sicherstellung ins Tierheim Siegen. Nach Vorfällen wurde der Husky als „gefährlicher Hund“ eingestuft. Wer gibt ihm eine Chance?
Siegen - „Gismo ist ein sehr freundlicher Husky. Allerdings nicht zu Kleintieren, Katzen und anderen ‚Beutetieren‘, denn er hat einen rassebedingten Jagdtrieb“, erklären die Tierschützer des Tierheims Siegen (NRW). Genau das wurde ihm in der Vergangenheit zum Verhängnis. Wie der Verein mitteilt, hat der Vierbeiner nämlich im Kaninchen- und Hühnergehege des Nachbarn Tiere gerissen. Deshalb wurde ihm ein Maulkorb- und Leinenzwang auferlegt: Gismo gilt nun nach Paragraf 3 des Landeshundegesetzes als „gefährlicher Hund“.
Nach Vorfällen im Nachbargarten: Hund Gismo wird als „gefährlicher Hund“ eingestuft
„Gismo kam als Sicherstellung zu uns ins Tierheim“, erzählt Tierheimleiter Tobias Neumann im Gespräch mit wa.de. Der Grund: Der Husky sei in der bisherigen Haltung nicht so gehalten wurde, wie er sollte. „Es gab ja die Vorfälle mit den Kaninchen und Hühnern“, so Neumann weiter. Der Tierheimleiter erklärt, dass Gismo diese sogar gefressen haben soll. Dem Tierheim wurde vom Ordnungsamt übermittelt, dass sogar vermutet wurde, dass er bei seinen Vorbesitzern nichts zu fressen bekommen hat.
In den Kommentaren unter dem Facebook-Posting zu dem Husky erhebt eine Nutzerin schwere Vorwürfe gegen die Vorbesitzer des Rüden. Diese sollen sich nicht gut um den Vierbeiner gekümmert und ihn sogar geschlagen haben. Eine weitere Nutzerin teilt ihr Unverständnis zu Gismos Einstufung: „Es ist der Mensch, der als gefährlich und inkompetent eingestuft werden und ein lebenslanges Tierhalteverbot auferlegt bekommen muss, weil er zum einen nicht auf den Hund aufgepasst hat, zum anderen, weil er seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden wollte.“
Zuhause für Husky Gismo gesucht
Die Tierschützer suchen nun ein liebevolles Zuhause für den Vierbeiner. Weil Gismo als „gefährlicher Hund“ eingestuft wurde, bedeutet das, dass seine zukünftigen Besitzer einige Auflagen erfüllen müssen. „Sollte ein Garten vorhanden sein, muss dieser unbedingt ausbruchssicher eingezäunt werden“, so der Verein. Auch Türen sollten abgeschlossen sein, da der Vierbeiner sie sonst spielend geöffnet bekommt.
Der Husky ist mit Artgenossen verträglich, bei Rüden entscheidet jedoch seine Sympathie. Gismo ist zudem stubenrein, fährt gerne im Auto mit und kommt mit Kindern gut klar. Katzen und Kleintiere sollten nicht vorhanden beziehungsweise gut vor ihm gesichert sein.
Zuhause für Gismo gesucht
Wer Gismo eine Chance geben möchte, kann sich beim Tierheim Siegen melden. Das geht entweder telefonisch unter 0271 313770 oder per E-Mail an info@tierheim-siegen.de.
Gismo ist kein Einzelfall. Viele weitere Hunde warten im Tierheim auf ein neues Zuhause. Tierschützer aus Witten sind über einen Hilferuf in einer Gruppe auf Hund Apollo aufmerksam geworden. Sein Besitzer soll versucht haben, ihn umzubringen. Und auch Hund Odin hatte es bislang nicht leicht: Nachdem der junge Mischling kurze Zeit bei einer Familie gelebt hat, ist er wieder im Tierheim. Dort wird an seinen Schwierigkeiten gearbeitet.
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