Tierschicksal
„Es ist sehr tragisch“– Hund Odin hatte „schon als Welpe einen schlechten Start“
Odin hatte es bislang nicht leicht: Nachdem der junge Mischling kurze Zeit bei einer Familie gelebt hat, ist er wieder im Tierheim. Dort wird an seinen Schwierigkeiten gearbeitet.
Olpe - Mischling Odin hatte es von Anfang an nicht leicht. Als Welpe kam er aus Rumänien nach Deutschland in ein Tierheim. Mit seiner ersten Familie hat es dann allerdings nicht geklappt – und er landete schließlich wieder im Tierheim Olpe. Dort wartet er jetzt auf ein passendes „Für-immer-Zuhause“.
„Es ist sehr tragisch“: Hund Odin hatte „schon als Welpe einen schlechten Start“
Hund Odin wurde zwar vermittelt, allerdings war das nicht von Dauer. „Er hatte schon als Welpe einen schlechten Start und ist nach einiger Zeit zurück ins Tierheim gekommen“, erklärt seine Hunde-Trainerin im Gespräch mit wa.de. „Es ist sehr tragisch, dass Odin nun wieder im Tierheim ist, denn er ist jetzt zu einem sehr anspruchsvollen Hund geworden“, heißt es zudem im Facebook-Posting zu Odin. Der Rüde hat in seinem ersten Zuhause Schwierigkeiten entwickelt.
„Anfangs war er unheimlich verschlossen und hat niemanden im Tierheim an ihn heranlassen wollen“, so die Hunde-Trainerin. Zudem habe er immer gebellt. „Odin kommt aus einem Haushalt, wo man sich intensiv auf seine Ängste fokussiert hat. Damit hat man quasi aus einer Mücke einen Elefanten gemacht“.
Die früheren Besitzer seien zu viel auf den Hund eingegangen. Außerdem wurde er falsch trainiert. Besonders das Maulkorb-Training war nicht gut. „Er ist im Tierheim beim ersten Mal mit dem Maulkorb auf die Mitarbeiter losgegangen. Ein Maulkorb ist fest und unangenehm für den Hund und schränkt den Stressabbau ein. Dazu gehört nämlich auch das Bellen. Das pusht den Hund dann hoch“, erzählt die Hunde-Expertin.
Odin hat immer weniger Schwierigkeiten
Das habe sich aber in den vergangenen Monaten geändert. Seine Langzeit-Gassigängerin im Tierheim habe viel mit ihm gearbeitet. Daher ist es mit Odin nun besser. Er trägt jetzt zur Sicherheit zwar immer noch den Maulkorb. „Das Anziehen ist aber fast so normal wie das Anlegen von Halsband und Leine“, so die Hunde-Trainerin. „Die ehrenamtlichen Gassigänger können Odin und die jeweilige Situation nicht zu 100 Prozent einschätzen. Später sollte es aber kein Problem sein, ohne Maulkorb spazieren zu gehen. Dazu braucht Odin aber einen Menschen, dem er vertraut“.
Für sein zukünftiges Herrchen hat die Trainerin gewisse Vorstellungen: „Odins neuer Besitzer sollte ein gutes Gespür für das Tier haben. Im Idealfall hat er Hundeerfahrung und ist unternehmungslustig. Sowas wie wandern ist toll für ihn. Er ist keine Couchpotato“. Gegenüber Odin müsste sein neues Herrchen auch ein gewisses Vertrauen und Ruhe ausstrahlen: „Ein unsicherer Mensch würde einem unsicheren Hund wie ihm nichts bringen. Das wäre kontraproduktiv“.
Radio kann den Rüden beruhigen
Darüber hinaus sollte der Mischling in keinen Haushalt leben, wo auch Kinder wohnen. „Das wäre zu hektisch für Odin“. Eine Herausforderung gibt es noch: „Der Hund hat ein großes Problem mit lauten Geräuschen und unheimlich viel Angst bei Gewitter. Odin hat ein Radio im Zwinger, das beruhigt ihn. Bei Gewitter wird das lauter eingestellt“. Laut seiner Trainerin wäre ein ländlich gelegenes Zuhause ideal.
Auch Schäferhund Tica lebt zurzeit im Tierheim Olpe. Er sucht dringend ein Zuhause, denn das Leben im Tierheim setzt ihm zu.
Rubriklistenbild: © Reinhard Auer / Tierheim Olpe
