Ausgesetzt

Hochtragende Katze vor Tierschutzverein ausgesetzt: „Lag in ihren eigenen Fäkalien“

Hochtragende Katze vor Tierschutzverein Unna ausgesetzt
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Eine hochtragende Katze wurde in einer Transportbox vor dem Tierschutzverein Unna ausgesetzt.

Eine tragende Katze ist trotz Aufnahmestopp vor dem Tierschutzverein Unna ausgesetzt worden. Das Tier lag in seinen eigenen Fäkalien. Nach dem Fund kamen die Wehen.

Unna - Das Katzenleid in den Tierheimen in NRW nimmt kein Ende. Vielerorts gibt es einen Aufnahmestopp, auch beim Tierschutzverein Unna. Trotzdem fanden die Mitarbeiter am Dienstag, 16. Juli, eine Transportbox vor der Tür. Darin lag eine hochtragende, sehr zutrauliche Katze. Sie „lag in ihren eigenen Fäkalien“, schildern die Tierschützer. Eine Stunde nach dem Fund des Tieres setzten die Wehen ein.

Hochtragende Katze vor Tierschutzverein ausgesetzt: „Lag in ihren eigenen Fäkalien“

Rosi, so haben die Tierschützer die Katze getauft, wurde wohl am Abend zuvor gegen 23 Uhr ausgesetzt. Nachbarn hätten geschildert, dass ein Auto vor dem Gebäude des Vereins angehalten habe und „mit quietschenden Reifen losgefahren“ sei. Mehr sei nicht zu erkennen gewesen. Am nächsten Morgen fanden die Tierschützer dann die Transportbox, in der Rosi lag.

Die Box wurde mutmaßlich am späten Abend vor der Tür abgestellt.

Trotz Aufnahmestopp nahmen die Mitarbeiter des Tierschutzvereins die Katze bei sich auf. „Die arme Maus hat vor lauter Stress bereits eine Stunde nach Fund ihre Kitten zur Welt gebracht. Die vier Babys sind zum Glück aber wohlauf“, schildern die Tierschützer. Vier Kitten seien am Dienstag geboren worden.

„Leid hätte vermieden werden können“: Tierschutzverein wird deutlich

Bei Facebook und Instagram macht der Tierschutzverein seinem Ärger über den Vorfall Luft. „Dieses Leid hätte vermieden werden können, wenn diese Menschen sich darum gekümmert hätten, ihre Katze zu kastrieren.“ Im Kreis Unna und Raum Dortmund gebe es eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger. Außerdem sei „dieses Ereignis auch moralisch absolut nicht vertretbar“.

„Das Aussetzen von Tieren verstößt gegen das Tierschutzgesetz und somit macht man sich strafbar“, erklären die Tierschützer. Einmal mehr appellieren sie, dass man sich vor der Anschaffung eines Tieres im Klaren darüber sein sollte, dass ein Tier Kosten verursachen kann.

Auch im Tierheim Bonn „liegen die Nerven blank“, die Mitarbeiter würden an ihre Grenzen stoßen. Die Kittenflut sei kaum zu stemmen. „Auch für erfahrene Pfleger ist sowas nur schwer auszuhalten und ist weiterer Ballast in dieser ohnehin schon schwierigen Situation“, Natalie Vöpel vom Tierheim Bonn auf Nachfrage von wa.de. Auch in Bocholt haben die Mitarbeiter des Tierheims keine Kapazitäten mehr. Die Tierschützer kämpfen „Tag für Tag um die Leben der Kleinen“.

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