Nächste Extremhitze?
Wetter-Modell zeigt „Wüstentage“ im August – was an der Hitze-Prognose dran ist
Die Befürchtung einer weiteren Hitzewelle in NRW steigt. Manche Modelle sagen sogar „Wüstentage“ voraus, also Tage jenseits der 35-Grad-Marke. Was in NRW möglich ist.
Nach der Hitzewelle, die NRW und ganz Deutschland Ende Juni plagte, wächst bei vielen die Befürchtung, dass sich die Extremhitze schon sehr bald wiederholen könnte. Wettermodellen zufolge könnte es im August wieder zu sogenannten Wüstentagen kommen, wie zum Beispiel wetter.com berichtet. „Nach aktuellem Stand ist eine markante Hitzewelle vor allem im Westen und Süden Deutschlands durchaus möglich. Die Wettermodelle sehen dafür derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent“, heißt es dort. Ganz fest stehe das aber noch nicht – entscheidend sei die genaue Position der Hoch- und Tiefdruckgebiete der kommenden Tage.
„Mir liegen die Daten bis einschließlich 2. August vor. Und da sehe ich Temperaturen bis zu 32 Grad“, sagt Meteorologin Lidia Deder vom Deutschen Wetterdienst (DWD) im Gespräch mit wa.de. Mit einer klaren Prognose bezüglich möglicher Wüstentage hält sich die Expertin noch zurück – zum jetzigen Zeitpunkt sei das noch nicht klar zu benennen. Ganz ausgeschlossen sei es zwar nicht. Aber auch Anfang August sei in den Nächten noch eine deutliche Abkühlung erkennbar. „Zumindest das spricht dagegen“, sagt Deder.
Temperaturen in NRW steigen wieder an
Klar ist, dass die Temperaturen nach dem Wochenende des 25. und 26. Julis wieder in die Höhe klettern. Laut Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net werde es „ab Dienstag täglich immer heißer“. Dienstag, 28. Juli, erreiche NRW demnach Temperaturen bis zu 28 Grad, Mittwoch bis zu 33 und Donnerstag sogar bis zu 36 Grad.
Als Wüstentage werden Tage bezeichnet, an denen die Höchsttemperaturen bei 35 Grad oder höher liegen. Noch Ende Juni gab es davon in NRW einige in Folge. Besonders fatal sind solche Tage in Kombination mit Tropennächten, also Nächten, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. Zumindest letzteres ist für Anfang August laut Meteorologin Lidia Deder nicht in Sicht. Wie schwer die Hitze aber genau ausfallen wird, muss sich in den kommenden Tagen noch ergeben.
Passend zu einem möglicherweise starken Temperaturanstieg sind gerade die Hundstage in vollem Gange. Die laufen immer vom 23. Juli bis 23. August – Bauernregeln zufolge soll es sich dabei nicht nur um die traditionell heißesten Tage des Jahres handeln. Angeblich geben die Temperaturen in diesem Zeitraum auch Aufschluss über das Wetter der kommenden Monate. Meteorologen zufolge handelt es sich bei derartigen Bauernregeln aber eher um Überlieferung als um eine verlässliche Regel.
Zumindest an den ersten paar Tagen der Hundstage ließ die große Hitze noch auf sich warten – ganz im Gegenteil. Mancherorts war es nachts sogar nur 7 bis 8 Grad kühl.
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