Vom Weihnachtsmarkt zur eigenen Taverne

Gastgeber wie Odin: Herne hat ein weitgehend einzigartiges neues Burger-Lokal

Vom Foodtruck auf dem Weihnachtsmarkt zur eigenen Taverne: Weil seine Burger so gut ankamen, hat ein Wikinger-Fan in Herne jetzt seinen eigenen Laden.

Herne – Angefangen hat alles mit einem Foodtruck auf dem Weihnachtsmarkt. Während des Gesprächs mit wa.de ist Betreiber André Zörner ebenfalls an seinem Truck, wuselt für die ersten Herner Feierabendmarkt herum. Sein eigentliches Geschäft ist mittlerweile aber stationärer Art.

Gastgeber wie Odin: Herne hat ein weitgehend einzigartiges neues Burger-Lokal

Denn seit Mitte April hat Herne eine weitgehend einzigarte neue Burger-Location: Die Flammen von Asgard. So heißt Zörners neue Taverne in der Behrensstraße. Hier verkauft er hauptsächlich Burger und Pommes, alles angelehnt an die Wikinger – oder „Nordmänner“, wie Zörner sagt.

Zusammen mit seinem Geschäftspartner, mit dem er auch im Foodtruck unterwegs ist, hat er sich den Traum realisiert. Da gehörte für ihn auch eine große Portion Schicksal zu: „Schon letztes Jahr hab ich zu meiner Frau gesagt, dass ich dieses Lokal haben will“, erzählt er. „Und dann bin ich an dem Laden vorbei und auf einmal war er zu vermieten.“

Valhalla-Challenge: Burger mit Zwei Kilo Gewicht

Auf dem Weihnachtsmarkt waren seine Burger Ende 2024 so gut angekommen, dass er diese auch auf die Speisekarte der Taverne packte. Da gibt‘s zum Beispiel den Jöturn-Burger, 21 Zentimeter groß, mit Käse, Salat, auf Wunsch Angus-Rind-Patty. Jötun, weil das das Geschlecht der Riesen in der Mythologie ist, wie Zörner erzählt.

Oder noch eine Nummer größer, die Valhalla-Challenge: „Das ist ein Burger mit 500 Gramm Fleisch, 26 Zentimeter groß, der Burger wiegt fast zwei Kilo“, sagt Zörner voll Freude in der Stimme. „Das kostet 40 Euro, und wer dasen Burger in einer halben Stunde schafft, kriegt ein T-Shirt mit seinem Namen und der Challenge drauf.“ Das ziehe viele an.

„Nordmänner-Tradition: Wer in dein Haus kommt, dem biete Essen und Getränke“

Wichtig ist Zörner noch vor den fancy Burgernamen und Loaded Fries, „Pommes mit ganz viel drauf“, wie er sagt, die Gastfreundschaft. „Viele denken ja bei Odin an den Kriegsgott. Er war aber auch der Gott der Gastfreundschaft“, sagt er. Und versorgt darum auch schon mal Gäste ohne Geld mit Pommes und Gulaschsuppe. „Das ist eine Nordmänner-Tradition: Wer in dein Haus kommt, dem biete Essen und Getränke an. In meiner Taverne lebe ich dieses Konzept.“ Dazu gibt‘s Met und Met-Bier – eine Seltenheit in der Gegend.

Und mit dem Foodtruck bringt er seine Burger auch weiter in die Welt: Im August ist Zörner auf einem Festival in Krefeld, weitere sind geplant. Eine Website ist außerdem im Aufbau.

In Hamm hat Bierbotschafter Sebastian Schönhold ebenfalls ein neues Lokal eröffnet. Der Quereinsteiger setzt besonders auf Gemütlichkeit.

Rubriklistenbild: © Wikinger Taverne

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