Tierschicksal

Empörung über nachts ausgesetzte Hündin: „Der Mensch ist und bleibt die größte Bestie“

Tierschützer stolpern in der Nacht in Bochum über eine einsame Hündin – an einem Laternenpfahl angeleint. Der Fall löst Erschütterung aus.

Bochum - Tierschützer aus Bochum machen einen herzergreifenden Fund: In der Nacht zu Sonntag, 15. September, haben Hunde-Besitzer ihren Vierbeiner einfach an einer Laterne vor dem Tierheim angebunden und die American-Staffordshire-Terrier-Hündin zurückgelassen. Ähnliche Schicksale teilen leider zahlreiche Hunde, die in NRW gefunden wurden: In Hamm wurden im Februar sechs Welpen ausgesetzt. Auf einer Kölner Autobahn-Raststätte ließen die Besitzer eine kranke Hündin zurück.

„Der Mensch ist und bleibt die größte Bestie“: Bei Nacht ausgesetzte Hündin löst Empörung aus

Fast hätten die Tierheim-Mitarbeiter die ausgesetzte Hündin gar nicht bemerkt: „Sie saß vorher ganz ruhig in einer selbst gegrabenen Erdkuhle und hat keinen Mucks von sich gegeben, sie war bei der Anfahrt zum Tierheim also gar nicht zu sehen …“, heißt es in dem Facebook-Post zu der American-Staffordshire-Terrier-Hündin. Aufmerksam wurden die Tierschützer auf die Vierbeinerin nur durch einen Zufall. Weil jemand vom Tierheim noch nachts um kurz vor 12 Uhr mit einem anderen Hund Gassi gegangen ist und die ausgesetzte Hündin den Tierheim-Hund angebellt hat, haben die Mitarbeiter das Tier entdeckt.

Wie lange die Hündin alleine in der Dunkelheit bei acht Grad Außentemperatur gesessen hat, wissen die Tierschützer nicht. Sie möchten aber nun weitere Informationen über die American-Staffordshire-Terrier-Hündin haben und fragen die Facebook-Nutzer: „Die American Staffordshire Terrier-Hündin hat eine große Narbe am Knie, vielleicht ist sie euch dadurch schon einmal irgendwo aufgefallen?“

„Aussetzen ist eine Straftat“: Tierheim mit besonderem Appell

Der Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung appelliert im Posting außerdem an alle Tier-Besitzer: „Es gibt immer eine Lösung, wenn man sein Tier nicht halten kann, Aussetzen ist aber eine Straftat und nicht zu beschönigen.“

Die Reaktionen auf das Facebook-Posting machen deutlich: Viele Menschen sind über das Handeln der ehemaligen Tierbesitzer empört: „Der Mensch ist und bleibt die größte Bestie und nicht das Tier.... Dem armen Hund für die Zukunft das allerbeste“, lautet ein Kommentar unter dem Posting. Eine andere Nutzerin schreibt: „Furchtbar! Was ist nur mit der Menschheit passiert? Skrupellos und eiskalt“.

Rubriklistenbild: © Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V.

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