500 Euro
Kranke Hündin auf Autobahn-Raststätte ausgesetzt: Tierschützer setzen Belohnung aus
Eine Hündin mit einem Tumor wurde auf einer Kölner Autobahn-Raststätte ausgesetzt. Jetzt such PETA nach den Besitzern. Sie sollen zur Verantwortung gezogen werden.
Köln – Selbst die Tierschützerinnen und Tierschützer von PETA, die schon viele Tierschicksale mitbekommen haben, sind schockiert, was die arme Hündin mit den braunen Kulleraugen durchmachen musste. Ihr Name und ihr Alter sind unbekannt, denn die kleine Maus wurde einfach an einer Autobahn-Raststätte in NRW ausgesetzt. Dabei ist die Hündin schwer krank. Die Tierrechtsorganisation hat darum nun einen Aufruf für das Tier gestartet – samt Belohnung für Hinweise auf die ehemaligen Besitzer.
Kranke Hündin auf Autobahn-Raststätte ausgesetzt – direkt nach der Rettung notoperiert
Denn der Vorfall macht wirklich fassungslos: Die Hündin mit dem freundlichen Gesicht wurde am Donnerstag, 13. Juni, am Rastplatz Köln-Weiler auf der A57 ausgesetzt. Dabei hat einen riesigen Tumor am Hinterteil. Das berichtet das Tierheim Köln-Zollstock in einem emotionalen Facebook-Post, welches die Hündin nun aufgenommen hat. „Wir brachten sie Donnerstag sofort zu unserem Tierarzt, wo sie operiert wurde.“ Der Tumor konnte zwar entfernt werden und mittlerweile ist die noch namenlose Hündin stabil, bis sie allerdings ein liebevolles Zuhause findet, dürfte es wohl noch dauern.
In der Zwischenzeit sucht das Kölner Tierheim nach weiteren Infos zu der Hündin, die auf ein Alter zwischen 6 und 8 Jahren geschätzt wird. Der entsprechende Post wurde bereits über 1300 Male auf Facebook geteilt (Stand: 17. Juni).
Kranke Hündin auf Autobahn-Raststätte ausgesetzt – Tierschützer setzen 500 Euro Belohnung aus
Bei der Suche nach den Besitzern schaltet sich nun auch PETA ein. „Wir möchten helfen, aufzuklären, wer die Hündin einfach an einer Autobahn-Raststätte zurückgelassen hat – und das in einem so schlechten gesundheitlichen Zustand“, sagt Lisa Bechtloff, Fachreferentin bei PETA. „Wer mit Lebewesen derart verantwortungslos umgeht, sollte bestraft werden, bevor weitere Tiere gefährdet werden.“
Die Tierrechtsorganisation bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise, „die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Montag. „Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.“
Des Weiteren weist die Tierrechtsorganisation darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. „Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter und Halterinnen die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen“, so PETA weiter. Übrigens: Auch in Hamm wurden vor einigen Monaten sechs kleine Hundewelpen herzlos ausgesetzt.
Rubriklistenbild: © Tierheim Köln-Zollstock.
