Angststörungen
Experte Martin Rütter hat wertvolle Tipps: So verliert man seine Angst vor Hunden
Hunde können bei vielen Menschen Angst und Panik auslösen. Hundetrainer Martin Rütter weiß, worauf es ankommt, um kritische Situationen zu vermeiden.
Angst vor Hunden haben viele Menschen. Dabei muss das gar nicht sein. In den meisten Fällen sind nicht die Tiere das Problem, sondern der Mensch. „Ein Hund benötigt klare Regeln, nur so kann er Vertrauen zu seinem Menschen aufbauen und sich auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen“, erklärt Hunde-Experte Martin Rütter gegenüber wa.de. Schnell lassen sich vermeintlich bedrohliche Situationen entschärfen. Der renommierte Hundetrainer weiß, worauf es in diesen Fällen ankommt. Was aber, wenn Angst und Panik chronisch werden, den Alltag komplett einschränken? In diesem Fall könnte eine Psychotherapie helfen.
„Angst ist ein normales Gefühl. Sie kann hilfreich sein und vor Gefahren schützen“, erklärt Dr. Christina Amrhein von Pro Psychotherapie. Jeder kennt das: Der Pulsschlag beschleunigt sich, im Hals spürt man plötzlich den eigenen Herzschlag, die Hände werden schwitzig und nass, das Atmen fällt schwerer. Starke Angst und Angststörungen sind sehr häufig: Sie betreffen etwa ein Viertel aller Menschen einmal im Leben.
Bei panischer Angst vor Hunden kann auch eine Psychotherapie helfen
„Zu den wichtigsten Angststörungen gehören die spezifische Phobie, die soziale Phobie, die Panikstörung, die Agoraphobie ohne oder mit Panikstörung und die generalisierte Angststörung“, sagt Dr. Amrhein. Sie weiß aber auch: „In gefährlichen oder bedrohlichen Situationen Angst zu haben, ist ganz normal und sinnvoll. In solchen Fällen kann Angst vor den Gefahren schützen und dazu beitragen, Schädigungen zu vermeiden. Deshalb hat man noch keine Angststörung.“ Bei Menschen, die panische Angst vor Hunden haben, könnte es mehrere Ursachen geben. Sie zu ergründen, obliegt den Ärzten und ihren Patienten. Manchmal hilft es aber schon, angstauslösende Situationen mit Hunden gar nicht erst entstehen zu lassen. Wie das gelingt, erklärt Hundetrainer Martin Rütter.
Wichtige Regeln und Vorschriften, die Hundehalter unbedingt befolgen sollten




Wer sich unwohl fühlt, sobald ein Hund auf ihn zusteuert, kann einfache Tipps und Tricks beherzigen. „Was Fremde in solch kritischen Situationen tun sollten, hängt immer von den jeweiligen, individuellen Gegebenheiten ab“, erklärt Hunde-Experte Martin Rütter. Sein grundsätzlicher Rat: „Fühlt man bei einem frontal herankommenden bellenden Hund Unbehagen: Nicht wie zur Salzsäule erstarrt fixieren, sondern etwas zur Seite drehen und an ihm vorbeigucken. Das reicht bei den meisten Hunden aus.“ Dabei ist es vor allem wichtig, die Körpersprache des Hundes richtig zu deuten.
Schwanzwedeln bei Hunden hat sehr unterschiedliche Bedeutungen
Das Schwanzwedeln empfinden die meisten Menschen beim Hund als Freude. „Dabei kann das Schwanzwedeln sehr unterschiedliche Bedeutungen haben“, sagt Martin Rütter. „Wenn zum Beispiel der Körper beim Wedeln ruhig ist, und der Hund hält dabei den Kopf leicht abgesenkt und fixiert sein Gegenüber, zeigt die wedelnde Rute lediglich die Aufregung des Hundes kurz vor einem Angriff“, meint der renommierte Hundetrainer. Auch ein gesträubtes Fell sollte als Warnsignal verstanden werden, aggressives Knurren ebenfalls. In diesen Fällen gilt: Abstand halten, Ruhe bewahren, den Hund ignorieren.
Dann klappt es auch ganz bestimmt mit der nächsten Hundebegegnung. Meistens ist es doch schließlich so: Der will nur spielen.
Vor ihm hatten sie übrigens keine Angst: Hund Cesar, der „ein Stück seines Herzens“ war, ist verstorben – das Tierheim Gelsenkirchen trauert. Voller Geduld hatte er gewartet – doch vergebens.
Transparenzhinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im April 2023 auf unseren Portalen.
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