Vereinte Nationen unter Druck
Entlassungswelle wegen Trump? UN durch Geldnot in Bedrängnis
Die USA übernehmen in der Regel 22 Prozent des UN-Haushalts. Donald Trump zahlt bisher keinen Cent und bringt die Vereinten Nationen in ernste Not.
Genf – Die Vereinten Nationen haben seit Jahren Geldprobleme. Und die sind so drastisch, dass sogar zahlreiche Rolltreppen in Bürogebäuden abgeschaltet wurden und bereits über eine nötige Rettung der Institution gesprochen wird. Jetzt hat UN-Generalsekretär António Guterres vorgeschlagen, den regulären Haushalt der Vereinten Nationen für das kommende Jahr um 15 Prozent zu kürzen.
Ein hochrangiger UN-Beamter sagte, der überarbeitete Haushalt belaufe sich auf 3,238 Milliarden Dollar (2,73 Milliarden Euro). Dies würde demnach zum Abbau von 2681 Stellen führen. Die Vereinten Nationen haben mit chronischen Finanzproblemen zu kämpfen, die durch die Politik von US-Präsident Donald Trump noch verschärft wurden.
Programme für die am wenigsten entwickelten Länder sollen verschont werden
Guterres hatte zuvor vorgeschlagen, den Haushalt für das kommende Jahr auf dem Niveau von 2025 zu halten - und damit bei 3,7 Milliarden Dollar. Er arbeitete jedoch daran, den Betrag zu reduzieren, um die UNO agiler und effizienter zu machen.
Betroffen von den Kürzungen wären laut Briefen an die Mitgliedstaaten und UN-Personal die drei Säulen der Vereinten Nationen: Frieden und Sicherheit, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung. Programme für die am wenigsten entwickelten Länder blieben demnach verschont. Der vorgeschlagene Haushalt wird der Generalversammlung vor Jahresende zur Abstimmung vorgelegt.
Washington hatte Ende Januar einen Zahlungsrückstand in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar
Die Vereinten Nationen stehen wegen ausbleibender oder verspäteter Zahlungen der Mitgliedsländer bereits seit Jahren vor Finanzproblemen. Die USA haben in der Regel 22 Prozent des regulären Haushalts der UNO übernommen. Washington hatte Ende Januar jedoch einen Zahlungsrückstand in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar, seit dem Wiedereinzug von Präsident Trump ins Weiße Haus wurde nach UN-Angaben nichts mehr gezahlt. (Quellen: afp) (lm)
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