Zufriedenheit mit Merz auf Rekordtief
Umfrage-Hoch hält an: AfD überholt Union erstmals auch im ZDF-„Politbarometer“
Während die Zufriedenheit mit Merz auf ein Rekordtief sinkt, schieben sich die Rechtspopulisten erstmals auch im ZDF-„Politbarometer“ vor CDU/CSU.
Es geht Hand in Hand: Während die Zufriedenheit mit der Arbeit der Koalition und Bundeskanzler Friedrich Merz sinkt, wächst bei der Bevölkerung in Deutschland die Zustimmung für die AfD. Die Partei konnte zuletzt in Umfragen immer weiter zulegen – und jetzt liegt sie erstmals auch im ZDF-„Politbarometer“ vor der Union.
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU laut Forschungsgruppe Wahlen nur noch auf 25 Prozent. Das ist 1 Prozent weniger als in der letzten Befragung Ende März. Die AfD käme unverändert auf 26 Prozent. Die SPD käme nur noch auf 12 Prozent (minus 1), was den tiefsten Wert überhaupt im „Politbarometer“ bedeutet. Damit hätten Union und SPD keine Mehrheit im Bundestag mehr. Für die repräsentative Umfrage wurden vom 14. bis 16. April 1.355 Wahlberechtigte befragt.
AfD landet im ZDF-„Politbarometer“ erstmals vor der Union
In einer anderen Erhebung ist der Vorsprung der AfD sogar noch größer. Bei YouGov etwa legte die AfD in der Sonntagsfrage im Vergleich zum Vormonat einen Punkt zu und erreichte 27 Prozent. CDU/CSU kämen bei einem Minus von drei Prozentpunkten nur auf 23 Prozent. Auch die Institute Forsa und Insa sehen die AfD vor der Union.
Während das Umfrage-Hoch der AfD anhält, fällt die Zufriedenheit mit der Bundesregierung und Merz weiter. Nach 34 Prozent Ende März zeigen sich jetzt nur noch 27 Prozent der Befragten insgesamt zufrieden mit der Arbeit der Koalition. Merz bescheinigen nur noch 30 Prozent eine gute Arbeit. Ende März waren es noch 38 Prozent.
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Zudem erwarten rund drei Viertel der Befragten von der Koalition keinen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme in Deutschland. Etwa 80 Prozent finden, dass die Regierung nicht genug gegen die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs tut. Beim vom Kabinett beschlossenen Tankrabatt glauben rund neun von zehn Befragten, dass die Mineralölkonzerne diesen nicht an die Verbraucher weitergeben werden.
Einer Berechnung für die Umweltorganisation Greenpeace zufolge sollen die Ölkonzerne in Deutschland in den ersten Tagen der Feuerpause in Nahost 37 Millionen Euro pro Tag mehr Gewinn gemacht haben, als vor Kriegsbeginn. Auch deshalb werden Rufe nach einer Übergewinnsteuer lauter. Diese ist in der Regierung allerdings umstritten. Während Wirtschaftsministerin Katherina Reiche dagegen ist, befürwortet Finanzminister Lars Klingbeil eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne nachdrücklich. (Quellen: ZDF-„Politbarometer“, zdfheute, Deutsche Presse-Agentur, Greenpeace) (mt)
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