Einfluss auf Ukraine-Krieg
Putin unter Druck: Wichtiger Abnehmer stoppt Kauf von russischem Öl
Die chinesische Raffinerie Yanchang Petroleum kauft kein russisches Öl mehr: Die durch US-Sanktionen motivierte Maßnahme könnte den Ukraine-Krieg beeinflussen.
Peking – Die chinesische Ölraffinerie Yanchang Petroleum, die von einer Provinzregierung unterstützt wird, hat den Ankauf von russischem Öl eingestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei anonyme Händler, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
China ist der wichtigste strategische Partner Russlands. Die umfangreichen Ölkäufe aus China haben Moskau bisher dabei geholfen, seine Kriegswirtschaft am Laufen zu halten, trotz westlicher Sanktionen wegen der Invasion in der Ukraine. Die Einstellung der Käufe durch Yanchang könnte Russland unter erheblichen wirtschaftlichen Druck setzen, den Ukraine-Krieg zu beenden.
Ölhandel im Wandel: Yanchang stoppt Putins Öl-Importe
Yanchang war bislang ein regelmäßiger Abnehmer von russischem Öl und kaufte üblicherweise jeden Monat eine Lieferung, so ein Ölhändler gegenüber Reuters. Nun schließt Yanchang russisches Öl bei seiner Ausschreibung für Lieferungen zwischen Dezember und Mitte Februar aus.
Die Regierung von Präsident Donald Trump kündigte am 22. Oktober weitreichende neue Sanktionen an, die sich gegen die russische Ölindustrie richten – insbesondere gegen die Staatsunternehmen Rosneft und Lukoil, die beiden größten Ölproduzenten Russlands. Damit soll Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Ukraine bewegt werden.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Trumps Sanktionshammer kreist: Putin unter Druck
Reuters berichtete im vergangenen Monat, dass vier große, staatlich kontrollierte chinesische Ölgesellschaften ihre Käufe von russischem Seeöl als Reaktion auf die Sanktionen gegen Rosneft und Lukoil ausgesetzt hätten. Trump versucht seit Monaten, den Krieg Russlands zu beenden, vor allem diplomatisch, doch der russische Präsident Wladimir Putin hält an seinen Kriegszielen fest und hat seine Angriffe auf die Ukraine trotz Trumps Friedensaufrufen sogar noch verstärkt. Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten haben Trump aufgefordert, wegen Russlands Sturheit härter durchzugreifen.
China reagierte im vergangenen Monat auf die US-Sanktionen gegen die russische Ölindustrie und erklärte, man lehne einseitige Sanktionen ohne Grundlage im Völkerrecht oder ein Mandat des UN-Sicherheitsrats ab. Trump hat am 30. Oktober am Rande eines Gipfels des Asia-Pacific Economic Cooperation-Forums in Südkorea mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping gesprochen. Anschließend sagte Trump, unter anderem sei über den Krieg in der Ukraine gesprochen worden. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)
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