World Liberty Financial
Trump will USA zum „Krypto-Zentrum der Welt“ machen
Turnschuhe, Parfüms, Bitcoin: US-Präsident Donald Trump scheffelt seit Amtsantritt Millionen. Das liegt an seiner Beteiligung an einer Kryptowährungs-Plattform.
Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hat durch seine Beteiligung an einer Kryptowährungs-Plattform mehr als 57 Millionen Dollar eingenommen. Das geht aus einem vom Weißen Haus veröffentlichten Finanzbericht hervor. Durch die Verkäufe von Krypo-Tokens auf der von Trump und seinen Söhnen gegründeten Plattform World Liberty Financial erzielte er demnach Einnahmen in Höhe von 57,4 Millionen Dollar.
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Wenige Tage vor seinem Amtsantritt am 20. Januar 2025 hatte Trump einen sogenannten Memecoin auf den Markt gebracht. Kritiker halten den Trumpcoin für moralisch fragwürdig und werfen ihm Bereicherung im Amt vor.
Trump: USA soll „Krypto-Zentrum der Welt“ werden
Früher hatte Trump die riskanten Kryptowährungen noch als „Katastrophe mit Ansage“ bezeichnet. Im Präsidentschaftswahlkampf versprach er dann aber, die USA zum „Krypto-Zentrum der Welt“ zu machen. Im März lud er Vertreter der Branche ins Weiße Haus ein, zudem ordnete er die Einrichtung einer staatlichen Reserve aus Kryptowährungen an.
Der vom Weißen Haus veröffentlichte Finanzbericht gibt auch einen Überblick über die Einnahmen Trumps durch den Verkauf von Markenprodukten und Lizenzvereinbarungen. So verdiente er etwa 2,8 Millionen Dollar mit Uhren und 2,5 Millionen Dollar mit Parfüms und Turnschuhen. Der 230 Seiten umfassende Bericht listet für Trumps Mar-a-Lago-Club in Florida Einnahmen von mehr als 50 Millionen Dollar auf. Trumps Golfplätze in West Palm Beach und Miami brachten ihm demnach insgesamt rund 140 Millionen Dollar ein.
Bitcoin stabilisiert sich
Der Bitcoin hat sich am Freitag nach den jüngsten Verlusten stabilisiert. Der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung lag am Freitagmorgen (13. Juni) bei rund 106.000 Dollar und damit in etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Im Verlauf der Woche war der Bitcoin von fast 111.000 Dollar zum Start kontinuierlich gefallen.
Kursbewegende Faktoren waren unter anderem die Zollpolitik von Trump und die vielen unterschiedlichen Signale an die Märkte. Nachdem Anfang der Woche noch ein Aufschub für die angekündigten Zölle auf EU-Waren für Auftrieb gesorgt hatte, kamen im Laufe der Woche wieder Zweifel über eine für die Märkte günstige Lösung des von Trump angezettelten Handelskriegs auf.
Bitcoin profitiert von US-Präsident Donald Trump
Alles in allem profitiert der Bitcoin allerdings weiter von der Wahl Trumps. Dieser gilt als Förderer von Kryptowährungen und macht auch Geschäfte mit diesen. So tritt unter anderem die Trump-Medienfirma TMTG als Bitcoin-Käufer auf.
Seit der Wahl von Trump zum neuen US-Präsidenten Anfang November zog der Kurs von weniger als 70.000 Dollar bis auf den Spitzenwert von 112.000 Dollar in der vergangenen Woche an. Die Ausschläge waren dabei, wie bei Kryptowährungen oft üblich, zum Teil massiv.
Der Bitcoin kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 2,1 Billionen Dollar. Er dominiert den Markt der Kryptowährungen, der insgesamt auf etwas mehr als 3,3 Billionen Dollar kommt. (mit afp/dpa)
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