Aktuelles Stimmungsbild
Umfrage-Debakel für Merz-Regierung: Union und SPD unter Druck – AfD kann punkten
Umfrage-Debakel für Rot-Schwarz: Die Stimmung bei SPD und Union bleibt gedrückt. Die AfD kann bei den Wählern punkten.
Update, 17:10 Uhr: Laut dem aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild am Sonntag haben die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD erneut leicht an Zustimmung verloren. Die Union büßte im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ein und kommt nun auf 25 Prozent – damit liegt sie knapp hinter der AfD, die stabil bei 26 Prozent verbleibt. Die SPD verlor ebenfalls einen Punkt und erreichte 13 Prozent. Die Grünen und die Linke blieben unverändert bei 12 beziehungsweise 11 Prozent.
An der Umfrage nahmen 1.199 Personen teil, die maximale Fehlertoleranz lag bei plus oder minus 2,9 Prozentpunkten. Wie bei allen Wahlumfragen gilt: Die Ergebnisse spiegeln lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognose für den tatsächlichen Wahlausgang.
Erstmeldung: Die einstige Volkspartei SPD schwächelt, die Rechtspopulisten gewinnen dazu: In den Befragungen des aktuellen ARD-„Deutschlandtrends“ zur Bundestagswahl liegt die Alternative für Deutschland (AfD) mit 25 Prozent (+ 2 Prozent) fast gleichauf mit der CDU mit 26 Prozent (- 2 Prozent). Die Sozialdemokraten hingegen kommen nur noch auf 12 Prozent (- 2 Prozent) und bleiben damit sogar hinter den Grünen zurück, die 14 Prozent (+ 1 Prozent) der Stimmen erreichen. Es ist der niedrigste Stand für die SPD im Deutschlandtrend seit 2019.
Nur zehn Prozent der Befragten entschieden sich für die Linken. BSW und FDP rangierten weit unter der Fünf-Prozent-Hürde und würden laut der Umfrage den Einzug in den Bundestag verpassen. Indes sank auch die Zufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen mit der aktuellen Regierung auf einen neuen Tiefstand, wie die repräsentative Umfrage von Infratest dimap unter 1.316 Wahlberechtigten für den ARD-Deutschlandtrend von Montag bis Dienstag ergab. Demnach sind derzeit nur noch 15 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Rot-Schwarz zufrieden, zehn Prozentpunkte weniger als noch einen Monat zuvor.
Auch andere Umfragen sehen SPD auf Tiefstand
Umfragen stellen immer Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Befragung dar. Doch ein ähnlicher Trend wie in der ARD-Umfrage zeigte sich zuletzt auch in anderen Erhebungen: Im neuen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild am Sonntag etwa kam die SPD bundesweit nur auf 14 Prozent der Stimmen. AfD und CDU erreichten demnach beide 26 Prozent, die Grünen lagen bei 12 Prozent, die Linke bei 11 Prozent.
Meinungsforscher betonen, dass Wahlausgänge unter anderem wegen nachlassender Parteibindung und kurzfristigeren Wahlentscheidungen immer schwerer vorhersehbar sind. Auch soziale Erwünschtheit kann bei Befragungen eine Rolle spielen, sodass die Antworten der Befragten teilweise nicht der eigenen Überzeugung, sondern den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Kritiker bemängeln, dass dadurch die Ergebnisse der AfD unterschätzt werden könnten.
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Ein Blick auf die jüngsten Wahlergebnisse in Deutschland bestätigt die Tendenz: Die Sozialdemokraten verlieren massiv an Wählergunst. Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz etwa erreichte die SPD nur 5,9 Prozent der Stimmen, die CDU lag bei 31 Prozent, die AfD wählten 19,5 Prozent und die Grünen 7,9 Prozent. In Baden-Württemberg gaben 5,5 Prozent der Wähler der SPD ihre Stimme. Die Grünen gewannen mit 30,2 Prozent der Stimmen, knapp dahinter die CDU mit 29,7 Prozent. Die AfD vereinte 18,8 Prozent der Stimmen auf sich. (Quellen: Deutschlandtrend, Sonntagsfrage, Wahlen rlp, Baden-Württemberg.de) (bme)
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