„Belästigungen und Übergriffe“

„Stadtbild“-Debatte: Warken unterstützt Merz und warnt vor „No-go-Areas“ für Frauen

Gesundheitsministerin Warken hat sich besorgt darüber geäußert, dass manche Orte in Deutschland für Frauen nicht mehr sicher seien.

Berlin – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat ihre Sorge darüber geäußert, dass manche Orte in Deutschland für Frauen nicht mehr sicher seien. Im Zusammenhang mit der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angestoßenen „Stadtbild“-Debatte wies sie darauf hin, dass es in bestimmten Gegenden sogenannte No-go-Areas für Frauen gebe. Das sei „auch ein Migrationsthema“, sagte Warken am Montag dem Portal Table.Briefings..

Gesundheitsministerin Nina Warken hat in der „Stadtbild“-Debatte mit deutlichen Worten nachgelegt.

„Junge Frauen schildern problematische Begegnungen mit Männern allgemein, aber es wird schon auch vor allem bei Männern mit Migrationshintergrund geschildert, dass es da Belästigungen und Übergriffe gibt“, sagte Warken, die auch Vorsitzende der Frauen-Union ist. „Man weiß doch, dass die Rolle der Frauen in den Herkunftsländern eine andere ist. Das ist durch Zahlen belegt und durch viele Erfahrungsberichte.“

Warken warnt: Viele Frauen meiden öffentliche Orte aus Angst vor Gewalt

Die Gewaltdelikte in Deutschland seien gestiegen, „darunter ist ein Großteil ausländischer Tatverdächtiger“, sagte die Ministerin. „Es ist so, dass junge und auch ältere Frauen sich im öffentlichen Raum oft unsicher fühlen und bestimmte Plätze und Wege meiden und Pfefferspray dabei haben“, sagte sie. „Das wird mir von vielen Frauen berichtet, dass sie Orte meiden, dass sie Zugfahren meiden.“

Mit seinen Äußerungen zu einer nach seiner Auffassung problematischen Auswirkung von Migration auf das „Stadtbild“ hatte Kanzler Merz eine lebhafte Debatte ausgelöst – und sich den Vorwurf von Diskriminierung und Rassismus eingehandelt.

Umfrage: Jede zweite Frau fühlt sich in Deutschland unsicher im öffentlichen Raum

Eine Mehrheit der Frauen fühlt sich einer Umfrage zufolge im öffentlichen Raum in Deutschland nicht sicher. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Funke Mediengruppe gaben 55 Prozent der befragten Frauen an, sich an keinem der zur Auswahl stehenden öffentlichen Orte sicher zu fühlen. Darunter waren unter anderem die Straße, öffentliche Verkehrsmittel oder Parks. Am schlechtesten schnitten Clubs und Bahnhöfe ab – nur 14 Prozent der Frauen gaben an, sich dort sicher zu fühlen.

Merz-Kabinett: Neue Namen, alte Bekannte – die komplette Liste in Bildern

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Unter allen Befragten, also auch Männern, gab insgesamt fast jeder Zweite (49 Prozent) an, sich an keinem der genannten öffentlichen Orte sicher zu fühlen. Für die nach Angaben von Civey repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut im Zeitraum vom 23. bis 27. Oktober online 5.000 Menschen ab 18 Jahren.

Merz löst Debatte über öffentliche Sicherheit und Migration aus

Merz hatte zuletzt eine Diskussion um öffentliche Sicherheit und Migration ausgelöst. Zunächst hatte er gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, „aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.“

Später sagte der Kanzler auf Nachfrage: „Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort.“ Am vergangenen Mittwoch konkretisierte Merz, Probleme würden diejenigen Migranten machen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, die nicht arbeiteten und die sich auch nicht an die in Deutschland geltenden Regeln hielten. (Quellen: afp, Table.Briefings., dpa) (jal)

Rubriklistenbild: © dpa/Michael Kappeler//IMAGO / NurPhoto//IMAGO / Eibner

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