Erschreckender Fund
„Was für Ungeheuer tun sowas nur?“: Nur wenige Tage alte Kitten in Abfallpresse gefunden
Eine Baubetriebsmitarbeiterin entdeckt zwei Babykätzchen in einer Müllpresse. Der Fall schockiert sowohl Tierheim als auch das Internet.
Update vom 1. Juli: Um den Fall aufzuklären, schaltete sich nun die Tierschutzorganisation Peta ein - und setzt eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Täter führt, aus. „Bitte helfen Sie mit, diese traurige Tat aufzuklären. Ohne die aufmerksame Finderin hätten die Katzenbabys nicht lange überlebt“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei Peta.
Redegeld erklärt: „Der oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen ein Tierheim oder einen Tierschutzverein um Hilfe bitten müssen. Die hilflosen Tiere einfach auszusetzen und damit ihr Leben zu riskieren, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird daher gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden. Das gehe auch anonym.
„Was für Ungeheuer tun sowas nur?“: Babykätzchen in Abfallpresse gefunden
[Erstmeldung vom 27. Juni] Lüdenscheid/Schalksmühle – Eine Angestellte des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid erlebte am Montag, 23. Juni, einen Schockmoment, als sie Müll in eine Abfallpresse entsorgte und dabei eine schreckliche Entdeckung machte. In dem Gerät lagen zwei winzige Katzenbabys. Ohne zu zögern alarmierte sie sofort das Tierheim Dornbusch.
Das Tierheim veröffentlichte auf Facebook einen Beitrag mit den Worten: „Kaum auszudenken was passiert wäre, wenn man sie nicht gefunden hätte“. Eine Tierheim-Mitarbeiterin bestätigte gegenüber wa.de den dramatischen Vorfall. „Ihr Zustand war nicht gut. Aber auch nicht so schlecht, dass man sich gedacht hätte, dass man sie nicht wieder aufpäppeln kann“, erklärt sie. Die beiden Jungtiere, offenbar erst wenige Tage auf der Welt, kamen umgehend in einer Pflegestelle.
Dort erhalten sie nun intensive Betreuung. „Sie machen sich ganz gut“, berichtet die Tierheim-Mitarbeiterin optimistisch. „Das wichtigste war, dass sie vernünftig trinken. Das klappt ganz gut.“ Nach Einschätzung des Tierheims handelt es sich bei den Findlingen um Geschwister – ein Männchen und ein Weibchen. Sobald sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat, plant das Tierheim Dornbusch daher, sie ausschließlich als Paar zu vermitteln. „Jetzt müssen wir aber erstmal schauen, dass der Zustand so bleibt und keine Krankheiten oder ähnliches dazukommen“.
Facebook-Nutzer sind bestürzt über den Fall
Facebook-Nutzer zeigen sich unter dem Post entsetzt. „Was für Ungeheuer tun sowas nur? Toll, dass man sie retten konnte“, kommentiert eine Userin. Ein weiterer Kommentar lautet: „Oh mein Gott wie grausam, wie kann man nur sowas machen. Den beiden kleinen Fellbabys drücke ich ganz fest die Daumen.“
Dass Katzenbabys auf grausame Art und Weise ausgesetzt werden, passiert leider nicht selten. Beispielsweise entdeckten Spaziergänger in Düren drei Kitten in einem blutigen Plastikbeutel im Gebüsch – die Tiere waren höchstens zwei Tage alt. Auch Kätzchen Michele wurde in einer Mülltonne entsorgt – sie konnte durch ihr Geschrei aus sich aufmerksam machen und gerettet werden.
Rubriklistenbild: © Tierheim Dornbusch
