Typischer Shiba Inu

Strudel überlebte wochenlang im Wald – woher die Hündin kommt, ist unklar

Ein typischer Shiba Inu mit großem Selbstbewusstsein und viel eigenem Kopf: Das ist Strudel. Die Hündin war wochenlang allein im Wald unterwegs.

Bielefeld – Strudel ist eine Abenteurerin, Survival-Künstlerin, Waldläuferin. Bevor sie ins Tierheim Bielefeld kam, lebte sie drei bis vier Wochen lang in einem Waldstück im ostwestfälischen Stukenbrock. Wie lang genau sie dort herumirrte und wo sie vorher war, ist ein Rätsel.

Shiba-Inu-Hündin Strudel aus dem Tierheim Bielefeld

Die Hündin ist eine Shiba Inu, eine japanische Hunderasse, die für ihre Intelligenz, Wachsamkeit und Selbstständigkeit bekannt ist. Und Strudel ist sehr rassetypisch unterwegs, will „von Menschen nichts wissen“ und ist super eigenständig. So beschreiben sie die Bielefelder Tierschützer auf der Website des Tierheims.

Mit Lebendfalle im Wald gefangen: Strudel war wochenlang allein unterwegs

Strudel wurde mit einer Lebendfalle aus dem Wald geholt. Sie ist scheu und braucht Zeit, noch passiert keine Bindung zum Menschen. Doch das Tierheim schreibt auch, dass sich schon viel getan habe. Die Tierschützer haben sich mit ihr beschäftigt und nun kann sie Berührungen zulassen, wie es im Beitrag von Tiere suchen ein Zuhause heißt. Dort wurde Strudel vorgestellt und man sieht: Sie lässt sich streicheln.

Auffällig ist die Art, wie Strudel angeleint ist. Sie ist doppelt gesichert, das heißt, über Geschirr und Halsband. Die Leine wird an beidem befestigt. Außerdem muss sie einen GPS-Tracker tragen und darf vielleicht niemals mehr frei durch den Wald laufen, „denn dort hat sie schließlich gelernt, dass sie mit ihrer Eigenständigkeit auch alleine überleben kann“, heißt es auf der Tierheim-Website. Mindestens im ersten halben Jahr sollte Strudel nur so gesichert mit ihren neuen Menschen unterwegs sein.

Strudel wünscht sich einen angsthunderfahrenen Haushalt

Außerdem wünscht sich die etwa siebenjährige Hündin einen Haushalt, der Erfahrung mit Angsthunden hat. Denn sie wird viel Zeit brauchen, Geduld, und dass niemand große Erwartungen an sie hat. Auch ein souveräner Ersthund würde ihr sicher helfen, schreiben die Tierschützer, das sei aber kein Muss. Kinder, Kleintiere und andere Hündin wären aber nichts für Strudel.

Die Tierheimmitarbeiter schreiben schon von großen Fortschritten, die die Shiba-Inu-Hündin im Tierheim gemacht hat. Jetzt will sie noch in einem eigenen Zuhause ankommen und dort ohne Eile neu Vertrauen fassen dürfen.

Hund Luc aus dem Tierheim Velbert hat schon viel schlimmes in seinem Leben erfahren. Auch wenn er noch eine Menge zu lernen hat, sucht der Rüde endlich ein liebevolles Zuhause.

Rubriklistenbild: © Steffi Behrmann

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