Sicherstellung
Bruno „musste Hunger leiden“ – das hat Spuren bei dem Hund hinterlassen
Bruno hatte keine schöne Vergangenheit. Der Hund musste zusammen mit einer anderen Hündin in seinem ehemaligen Zuhause Hunger erleiden. Er kam stark abgemagert ins Tierheim.
Hagen - „Bruno kam aus sehr schlechter Haltung zu uns ins Tierheim und war stark abgemagert“, erklären die Tierschützer des Tierheims in Hagen in einem Facebook-Posting. Voller Angst vor Alltagsgeräuschen und geschlossenen Räumen saß der Vierbeiner die meiste Zeit im Außengehege und wusste nicht, wie ihm geschah.
„Musste Hunger leiden“ – Dogge Bruno sucht Menschen mit Verständnis
„Bruno kam im Zuge einer Sicherstellung in das Tierheim Hagen. Der Grund für die Sicherstellung war eine nicht artgerechte Haltung und Vernachlässigung“, erklärt Linda Kolms von der Stadt Hagen auf Nachfrage von wa.de.
Der Vierbeiner zog nicht alleine in die vier Wände des Tierheims. Im Juli 2024 kam er mit seiner damaligen Gefährtin Emily in die Obhut der Tierschützer. „Sie gab ihm Sicherheit und half ihm dabei, sich an die neue Situation zu gewöhnen“, so die Tierschützer. Denn: Gemeinsam mussten die beiden Hunde in der Vergangenheit Hunger leiden – was bei Bruno Spuren hinterlassen hat. „Er nimmt zum Beispiel wahllos „Futter“ auf, das er auf der Straße findet, beispielsweise Deckel von Joghurtbechern“, erklärt Kolms. Außerdem zeigt die Dogge noch immer Futterneid, wenn er zusammen mit anderen Hunden gefüttert wird.
Seine damalige Gefährtin, Hündin Emily, ist jedoch bereits vermittelt. Die Tierheim-Mitarbeiter entschieden sich dazu, die beiden Hunde getrennt voneinander zu vermitteln. Das soll zwei Gründe gehabt haben: Brunos Futterneid und die Tatsache, dass Emily schon älter ist und sich nicht so gut gegen den Vierbeiner durchsetzen konnte, so Kolms.
Nach schwerer Vergangenheit: Zuhause für Hund Bruno gesucht
Der Rüde soll daher als Einzelhund gehalten werden, er braucht die volle Aufmerksamkeit seiner Menschen. Aus diesem Grund erklären die Tierschützer auch, dass er zu keiner Familie mit kleinen Kindern ziehen soll. Die Dogge lässt sich wunderbar auf neue Leute ein, ganz unabhängig vom Geschlecht. Bei Artgenossen bevorzugt er jedoch die Damenwelt. Andere Rüden möchte er nicht so gerne um sich haben, so die Tierschützer.
„Wir wünschen uns für unsere süße Schlabberschnute Menschen, die viel Verständnis für seine Vergangenheit, in der er nicht viel kennenlernen durfte, haben“, so die Tierschützer. Zudem sollten Brunos zukünftige Besitzer bereits Hundeerfahrung mitbringen und ihm „liebevolle Konsequenz vermitteln“. Auch Katzen sollten nicht im Haushalt wohnen.
Zuhause für Bruno gesucht
Wer dem Vierbeiner ein Zuhause schenken möchte, kann sich beim Tierheim der Stadt Hagen melden. Das geht entweder telefonisch unter 02331-2072545 oder per E-Mail an tierheim@stadt-hagen.de.
Der Kreis Unna unterstützt die Dortmunder Staatsanwaltschaft derweil bei der Vermittlung von 64 Tieren. Diese stammen von Höfen in Unna und Wetter, der Halter soll sich bei der Haltung tierschutzwidrig verhalten haben.
Rubriklistenbild: © Tierheim der Stadt Hagen
