Kultur statt Schwitzen

Hitze-Geheimtipp in NRW: Diese Orte bieten kostenlose Abkühlung – und kaum einer weiß es

An Kultur denken wohl die wenigsten bei brütender Hitze. Doch Museen sind wahre Kühl-Inseln in der sengenden Hitze.

Wenn das Thermometer in die Höhe klettert, wird die Suche nach Abkühlung zur Priorität. Während viele an Freibäder oder schattige Parks denken, hat sich in Nordrhein-Westfalen ein anderer Geheimtipp etabliert: das Museum. Klimatisierte Räume, spannende Ausstellungen und in einigen Häusern sogar kostenloser Eintritt bei schwindelerregenden Temperaturen machen Museen zu einer der attraktivsten Anlaufstellen bei sommerlicher Hitze.

In Museen wie dem Geomuseum in Münster findet sich echte Abkühlung.

Dass Museen so angenehm temperiert sind, ist kein Zufall. Seit dem späten 19. Jahrhundert schützen die Häuser ihre empfindlichen Exponate mit kontrollierter Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Die klassische Faustregel lautet: 20 Grad Celsius bei 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das an Hitzetagen: spürbare Erfrischung, sobald man die Türen passiert.

Mehrere Städte in NRW setzen auf Museen als Kühl-Inseln bei Hitzewellen

Gleich mehrere Städte in NRW haben das erkannt und reagieren mit konkreten Angeboten. Dortmund lädt bei der aktuellen Hitzewarnung gezielt in seine städtischen Museen ein. Der Eintritt ist – abgesehen von Sonderausstellungen – wie immer frei, spezielle Führungen gibt es bereits ab drei Euro. Besonders konstant kühl soll es in der Sonderausstellung „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“ im Museum Ostwall im Dortmunder U sein: Dort herrschen gleichmäßige 20 Grad. Rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts beleuchten die weltweiten Wege des Abfalls und die damit verbundenen ökologischen Folgen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch Aachen zieht bei der Kühl-Offensive mit: Die Stadt hat angekündigt, bei starker Hitze den Eintritt in ihre städtischen Museen kostenlos anzubieten – als ausdrückliche Einladung, der Hitze mit kühlem Kulturgenuss zu begegnen. Das gleiche gilt in Krefeld. Einige Museen in NRW, wie etwa das Museum Ludwig in Köln, warten ohnehin schon mit Aktionen auf, an denen der Eintritt kostenlos ist – in Köln an jedem ersten Donnerstag, dem sogenannten KoelnTag, des Monats.

Viele Städte in NRW haben inzwischen digitale „Karten der kühlen Orte“ eingerichtet, so etwa die Stadt Düsseldorf oder der Regionalverband Ruhr. Auch Museen sind hier teils verzeichnet. Auch ein ganz besonderes Freibad bringt die gewünschte Abkühlung.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Stefan Ziese

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