Wie Müll entsorgt
Grausamer Fund in Container: Vier tote Kätzchen unter Kleidersäcken gefunden
In einem Altkleidercontainer in NRW sind vier tote Kätzchen gefunden worden. Sie wurden wohl wie Müll entsorgt, waren vermutlich erst wenige Tage alt.
Saerbeck - In einer kleinen Gemeinde im Münsterland wurde am Dienstag, 20. Mai, eine grausame Entdeckung gemacht. In einem Altkleidercontainer unweit einer Automatentankstelle in Saerbeck sind vier Kätzchen tot aufgefunden worden. Der örtliche Tierschutzverein und die Polizei bitten um Hinweise.
„Die hat da jemand reingeschmissen“, ist sich Stefanie Guzberg vom Tierschutzverein Ibbenbüren und Umgebung sicher. Die Kätzchen hätten auf dem Boden gelegen, begraben von Kleidersäcken. Gefunden wurden die Kleinen von einem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beim Leeren des Containers nahe der Ahlert Junior Tankstelle an der Boschstraße. Das teilte das Ordnungsamt, das ebenfalls über den Fund informiert wurde, auf Nachfrage mit. Für die Kätzchen kam jede Hilfe zu spät.
Grausamer Fund in Container: Vier tote Kätzchen unter Kleidersäcken gefunden
Zuletzt, so ist es mehreren Kommentaren in einer Facebook-Gruppe des Tierschutzvereins zu entnehmen, sei der Altkleidercontainer am Freitag, vier Tage vor dem Fund, geleert worden. Die Kätzchen müssten demnach zwischen dem 16. und 20. Mai dort entsorgt worden sein. Das Ordnungsamt informierte nach eigenen Angaben die Polizei, die auch vor Ort gewesen sei. Ein Sprecher der Polizei bestätigte auf Nachfrage von wa.de, dass eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen Unbekannt erstattet wurde. Zeugen, die vor Ort etwas beobachtet haben, sollen sich bei der Kreispolizeibehörde Steinfurt unter der Telefonnummer 02551/15-0 melden.
Auch die Mitarbeiter vom Tierschutzverein sind über den Fund informiert worden und haben den Aufruf nach Zeugenhinweisen bei Facebook geteilt (Achtung, in dem Posting befindet sich ein Foto der toten Tiere). Dass eine Katze von alleine in den Container geklettert ist und dort ihre Babys zur Welt gebracht hat, glaubt Stefanie Guzberg nicht. „Da kommt eine Katze nicht alleine rein“, sagt die Tierschützerin im Gespräch mit wa.de. Sie und ihre Kolleginnen sind fassungslos. „Man hätte die auch bei uns abgeben können. Wir hätten sie definitiv aufgenommen und groß gezogen.“
Vier tote Kätzchen in Altkleidercontainer gefunden – „Geboren, um zu sterben“
Guzberg schätzt, dass die Kätzchen nicht älter als zehn Tage waren, als sie sterben mussten. „Die hatten noch die Augen zu“, so die Tierschützerin. Dass neugeborene Katzen ausgesetzt werden, ist leider keine Seltenheit. Erst kürzlich fanden Passanten in einem Gebüsch eine blutverschmierter Plastiktasche. Darin lagen drei Kätzchen, die maximal zwei Tage alt waren. „Die Kastrationskosten sind so immens gestiegen. Die Leute sind gar nicht mehr bereit, Kastrationen zu bezahlen“, nennt Guzberg einen von vielen möglich Gründen für die Kittenflut, die viele Tierheime seit Monaten trifft.
Die Tierfreunde aus Saerbeck und Umgebung sind fassungslos über den Fund der toten Kätzchen. „Geboren, um zu sterben!“, kommentiert etwa eine Nutzerin.
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