Gewitter im Anmarsch
Höllische Tropennacht: Warum die Hitze in NRW jetzt besonders quälend wird
Die Hitze in NRW bleibt uns auch zum Start in die neue Woche erhalten. Und es wird noch einmal besonders quälend. Eine Tropennacht hat es besonders in sich.
Hitze bestimmt weiterhin das Wetter in NRW. Die Temperaturen klettern am Montag, 3. August, auf bis zu 36 Grad. Doch nicht die Zahl auf dem Thermometer wird vielen Menschen zu schaffen machen – es ist die Luft selbst. Sie fühlt sich schwer an, klebrig, fast wie eine feuchte Decke. Und dafür gibt es einen physikalischen Grund.
Ob Hitze wirklich quälend wird, hängt nicht allein von der Temperatur ab – sondern vom sogenannten Taupunkt. Er zeigt an, wie viel Wasserdampf in der Luft steckt. Je höher der Taupunkt, desto feuchter die Luft – und desto schlechter kann der Körper sich selbst kühlen.
Hitze in NRW: Warum es bis Dienstag noch schlimmer wird
Das Prinzip dahinter ist simpel: Schwitzen funktioniert nur, wenn der Schweiß auf der Haut verdunsten kann. Genau diese Verdunstung entzieht dem Körper Wärme. Bei hohem Taupunkt ist die Luft aber bereits so mit Feuchtigkeit gesättigt, dass kaum noch Verdunstung stattfindet. Der Schweiß läuft einfach ab – ohne Kühlwirkung. In NRW liegt der Taupunkt laut Wetteronline zum Wochenstart regional bei rund 20 Grad – also klar im drückenden Bereich.
Gleichzeitig warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) ab Montagnachmittag vor steigender Gewittergefahr. „Dabei Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich, vereinzelt Unwetter nicht ausgeschlossen“, so die Meteorologen. Und dann steht NRW eine tropische Nacht bevor: Laut DWD liegen die Tiefstwerte in der Nacht zu Dienstag zwischen 24 und 17 Grad. Vielerorts wird es also kaum eine Abkühlung geben.
Hitze, Gewitter und Starkregen – ab Mittwoch wird es „kühler“ in NRW
„Ab Dienstag gehen die Temperaturen im Westen etwas zurück“, erklärt Tommy Kühnlein von Wetteronline. „Die Schwüle hält sich trotzdem hartnäckig. So richtig durchatmen können wir deshalb noch nicht.“ Am Dienstag liegen die Höchstwerte in NRW zwischen 30 und 34 Grad, in Hochlagen um 28 Grad. Laut DWD sind im Tagesverlauf örtlich erneut Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. „Lokal Unwetter hinsichtlich heftigen Starkregen wahrscheinlich“, warnen die Wetter-Experten.
Am Mittwoch gehen die Temperaturen dann erneut zurück, auf 28 bis 32 Grad, in Hochlagen auf 26 Grad. Am Nachmittag besteht laut DWD nur noch eine geringe Gewittergefahr. Die Nacht zu Donnerstag verspricht dann landesweit wieder eine Abkühlung bei Tiefstwerten zwischen 17 und 14 Grad.
Nordrhein-Westfalen hat im Juli 2026 einen historischen Negativrekord verzeichnet. Nach vorläufigen Berechnungen war es der trockenste Juli seit dem Start der Messgeschichte.
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