Tragisches Ende
Dramatischer Einsatz – Pferd stirbt im Hengsteysee
Ein Einsatz der Feuerwehr Hagen hat ein tragisches Ende gefunden. Ein Pferd konnte nur noch tot aus dem Hengsteysee geborgen werden – das Tier ertrank qualvoll.
Hagen/Hamm – Zu einem dramatischen Einsatz der Feuerwehr Hagen mit einem tragischen Ende ist es am Donnerstagmittag, 25. Januar, rund um den Hengsteysee gekommen. Ein Pferd war aus bislang noch ungeklärter Ursache in den Fluss bzw. See gestürzt. Die Einsatzkräfte versuchten noch, das Tier zu retten – aber jede Hilfe kam zu spät.
Qualvoll ertrunken: Pferd tot aus dem Hengsteysee geborgen




Feuerwehr mit Rettungsbooten auf dem Hengsteysee im Einsatz
„Der Einsatz begann um 11.36 Uhr und dauerte mehrere Stunden“, erklärt ein Sprecher der Hagener Feuerwehr im Gespräch mit wa.de. Mit zwei Rettungsbooten und rund 30 Einsatzkräften sei die Feuerwehr vor Ort gewesen. Lebendig bergen konnten sie das Pferd aus dem Hengsteysee aber nicht mehr.
Der Hengsteysee
Den Stausee „Hengsteysee“ im Verlauf der Ruhr zwischen den Städten Hagen, Dortmund und Herdecke in Nordrhein-Westfalen gibt es seit 1929. Er ist einer von insgesamt sechs Stauseen der Ruhr und hat seinen Namen vom angrenzenden Hagener Ortsteil Hengstey. Circa einen Kilometer unterhalb der Lenne-Mündung beginnt der See auf Höhe der Syburger Ruhrbrücke, sein Ende bildet das Stauwehr des Laufwasserkraftwerks Hengstey mit einer Stauhöhe von 4,6 Metern. Der knapp vier Kilometer lange See hat einen Stauinhalt von etwa 3,3 Millionen Kubikmetern.
Pferd tot aus dem Hengsteysee geborgen
„Das Pferd ist in den See bzw. Fluss gefallen und konnte nach einiger Zeit nur noch tot von den Einsatzkräften geborgen werden“, bestätigt der Feuerwehrsprecher auf wa.de-Nachfrage. Der Kadaver werde nun dem Besitzer übergeben, der sich um eine entsprechende Tier-Bestattung kümmern muss.
Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Dem Vernehmen nach ist das Pferd in Höhe der Schwerter Straße in Hagen an der Lenne (NRW) eine Böschung hinabgerutscht und konnte sich anschließend nicht mehr selbständig aus dem Wasser befreien. Anschließend sei es von der Strömung bis in den Hengsteysee getrieben worden. Ob der Besitzer zu diesem Zeitpunkt in der Nähe war, ist nicht klar. Er blieb nach Informationen von wa.de unverletzt.
Zu einem gänzlich anderen Einsatz ist es derweil in Gütersloh gekommen, wie wa.de ebenfalls berichtet. Dort wurde einem 48-jährigen Motorradfahrer die Vorfahrt genommen. Er krachte in ein anderes Fahrzeug. Der Mann überlebte den Unfall nicht.