Blue Moon
Seltenes Spektakel über NRW: Zweimal Vollmond und weitere Himmels‑Highlights im Mai
Im Mai wird der Himmel gleich mehrfach zum Hingucker: Blue Moon, Sternschnuppen und Erdschein sorgen für echte Hingucker.
„Once in a blue moon“ ist ein englisches Sprichwort und bedeutet in etwa „selten“ – so selten wie zwei Vollmonde in einem Monat. Das passiert nur alle zweieinhalb Jahre und wird „Blue Moon“ genannt. Und das ist nur eine von mehreren Besonderheiten, die den Nachthimmel in diesem Monat sehenswert machen.
Am 1. Mai ist nicht nur Tag der Arbeit, sondern auch Vollmond. Nordamerikanische Naturvölker nennen ihn den Blumenmond – nach den vielen Blumen, die im Mai blühen, erklärt Dr. Björn Voss, Astrophysiker und Direktor des Planetarium Hamburg. In Deutschland heißt er auch „Wonnemond“. Der Begriff stamme aus dem Mittelhochdeutschen und stehe für Freude. „Zu dieser bietet die erwachende Natur im milden Mai jede Menge Anlass“, sagt Voss. Eine astronomische Bedeutung hätten die Namen aber nicht.
Zweimal Vollmond im Mai: Blue Moon, Sternschnuppen und Erdschein
Am 31. Mai steht der Vollmond zum zweiten Mal in diesem Monat am Himmel – und ist damit ein „Blue Moon“. Gleichzeitig ist er ein Minimond. Denn er befindet sich auf seiner elliptischen Bahn an dem Punkt, der am weitesten von der Erde entfernt ist. Dadurch wirkt er etwa fünf Prozent kleiner und bis zu 15 Prozent dunkler als ein durchschnittlicher Vollmond. Mit bloßem Auge sei der Unterschied kaum zu erkennen, erklärt Voss – da man nie zwei Vollmonde gleichzeitig am Himmel sehe, fehle der direkte Vergleich. Trotzdem lohnt sich ein Blick an den Nachthimmel: Ein zweiter Vollmond zum Monatsende ist ein seltenes Naturphänomen.
Wer früh aufsteht, hat in der Nacht zum 6. Mai die beste Chance auf Sternschnuppen. Bis zur Monatsmitte sind mit den Eta-Aquariden Staubteilchen des Halley-Kometen zu sehen, die mit enormer Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Im Mittelmeerraum gehören sie zu den aktivsten Meteorschauern des Jahres. In NRW sind die Bedingungen eingeschränkter. Der noch recht volle Mond erhellt das Firmament und erschwert die Sichtung zusätzlich. Wer außerhalb der Städte schaut, hat deutlich bessere Chancen und versucht es am besten kurz vor der Morgendämmerung.
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Der schönste Blick des Monats
Um den 16. Mai herum hält der Nachthimmel ein weiteres Spektakel bereit. Dann sehen wir nicht nur die schmale Mondsichel, die direkt von der Sonne beleuchtet wird – auch die restliche Mondscheibe erstrahlt in einem fahlen, aschgrauen Licht. Dieses Phänomen wird Erdschein genannt: Sonnenlicht wird von der Erde auf den Mond reflektiert. In diesen Nächten sei der Anblick des Sichelmondes „besonders malerisch“, sagt Voss.
Am 18. Mai gegen 22.30 Uhr, lohnt sich der Blick an den Himmel besonders. Dann nehmen die hell leuchtende Venus und der Stern Elnath die zierliche Mondsichel in ihre Mitte. Das sei laut Voss „der wohl schönste Himmelsanblick des Monats“.
Auch tagsüber stehen die Zeichen in NRW auf Frühling – zumindest auf den ersten Blick.
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