Wetterprognose

Bauernregel sagt Hitze-Hammer voraus: Was es mit den Hundstagen auf sich hat

Nach der Rekordhitze Ende Juni könnte bereits die nächste Welle auf uns zurollen. Was steckt hinter den Hundstagen und was soll die Bauernregel aussagen?

Die Hitzeschlacht im Juni mit teilweise über 40 Grad und Rekordtemperaturen im bevölkerungsreichsten Bundesland liegt hinter uns. Glaubt man einer Bauernregel, könnte schon die nächste Hitzewelle auf uns zurollen. Denn am 23. Juli beginnen die sogenannten Hundstage, die laut Volksmund die heißeste Zeit des Jahres einläuten sollen. Was hat es mit der Bauernregel tatsächlich auf sich, und was prognostiziert sie in diesem Jahr für NRW?

Abkühlung gefällig? Während der Hundstage sollen die Temperaturen nach oben schießen.

Die wohl bekannteste Bauernregel zu den Hundstagen lautet: „Sind die Hundstage heiß, bleibt der Winter lange weiß.“ Sie geht auf den Jakobstag, den 25. Juli, zurück, der als Lostag für das kommende Winterwetter gilt. Wer also einen kalten Winter fürchtet, hofft eigentlich auf kühle Hundstage. Ein alternatives – weniger bekanntes – Sprichwort für diesen Zeitraum blickt in den Herbst: „Bringt der Juli heiße Glut, so gerät der September gut.“

Hundstage 2026: Wird es wieder heiß in NRW?

Der Begriff „Hundstage“ bezeichnet traditionell den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 23. August, in dem laut Volksglauben die heißeste Zeit des Jahres herrschen soll. Der Name stammt vom „Hundsstern“ Sirius ab, der in dieser Zeit seinen heliakischen Aufgang hat – er wird kurz vor Sonnenaufgang für kurze Zeit wieder sichtbar. Bereits im antiken Griechenland und Rom fiel dieser Sternaufgang mit der größten Sommerhitze zusammen, weshalb sich der Name bis heute im Kalender hält.

Meteorologisch betrachtet sind die Hundstage eine sogenannte Singularität, also ein wiederkehrendes Wetterphänomen, das statistisch häufig in einem bestimmten Zeitraum auftritt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt, zeigen langjährige Messreihen, dass Ende Juli beziehungsweise Anfang August besonders oft sehr warme bis heiße Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa gelangen sollen.

Welche Temperaturen werden für die Hundstage prognostiziert?

Der Wettertrend ist eindeutig und zeigt steil nach oben. Während die Temperaturen vor den Hundstagen etwas heruntergehen und teilweise sogar Unwetter drohen, nehmen diese zum Start der Hundstage am 23. Juli wieder Fahrt auf. Der Wettertrend des DWD zeigt, dass am 24. Juli bereits mit Temperaturen von bis zu 30 Grad in NRW zu rechnen ist. Wie Wetter-Experte Dominik Jung berichtete, könnte ein Tief vor Portugal Ende Juli dafür sorgen, dass in NRW örtlich sogar wieder die 40‑Grad‑Marke fällt.

Es bleibt abzuwarten, ob sich das Tief vor Portugal tatsächlich wie befürchtet aufbaut – und mit ihm auch die Hitze zurück nach NRW kommt. Sollte es so kommen, hätte zumindest die Bauernregel zum kalten Winter gute Karten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Harald Dostal

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare