Tierschutz
Auf der Straße entdeckt mit „beiden Ohren abgeschnitten“: Valentin wurde schwer verletzt
Nachdem er in Rumänien auf der Straße aufgegriffen wurde, verweilt Valentin nun im Tierheim Bonn in Erwartung eines neuen Zuhauses. Er muss traumatische Ereignisse durchlebt haben.
Bonn – Valentin scheint eigentlich ein netter Kerl zu sein. Der Hund wurde, so berichtet es das Tierheim Bonn, in Rumänien auf der Straße gefunden. „Der freundliche Rüde hatte eine große Platzwunde am Kopf und beide Ohren waren dem Armen abgeschnitten worden“, erklären die Tierschützer. Mittlerweile geht es ihm etwas besser und er wartet schon seit März 2021 im Tierheim auf ein Für-immer-Zuhause. Doch Valentin hat manchmal noch ein paar Schwierigkeiten. Daher benötigt er starke Menschen an seiner Seite.
| Name | Valentin |
| Rasse | Herdenschutzhund-Mix |
| Geschlecht | kastrierter Rüde |
| Geboren | Juni 2017 |
| Größe | 54 cm |
| Verträglich mit Artgenossen? | mit Hündinnen ja, mit Rüden nach Sympathie |
| Katzenverträglich? | unbekannt |
| Verträglich mit anderen Tieren? | unbekannt |
| Autofahren? | unbekannt |
| Alleine bleiben? | noch nicht |
„Beide Ohren abgeschnitten“: Valentin wurde schwer verletzt auf der Straße gefunden
„Zum Glück hatte er seine Aufgeschlossenheit uns Menschen gegenüber dennoch behalten, vor allem, was seine Verschmustheit angeht“, beschreiben die Tierschützer sein Verhalten, nachdem er von der rumänischen Straße gerettet worden war. Nichtsdestotrotz sei Valentin „vom Typ her ein Herdenschutzhund“ und zeige sich „entsprechend wachsam und hinter dem Zaun auch bisweilen sein Territorium verteidigend“. Es gibt noch ein anderes Problem.
Es könnte manchmal vorkommen, dass der Hund schnappt. Das ist wohl auf eine Verunsicherung zurückzuführen. Böse Absicht sollte man ihm nicht unterstellen. Die Tierschützer erklären darüber hinaus: „Geht man zu ihm in den Auslauf, weiß er nicht wohin mit seiner Freude, springt einen wild an und ist sehr distanzlos.“ Dies sei eine Mischung aus dem Wunsch nach Aufmerksamkeit und Zuwendung und seiner noch fehlenden Erziehung, dass man sich einem Menschen gegenüber nicht so temperamentvoll und körperlich verhalten soll wie gegenüber seinen Artgenossen.
Umgang mit Hund Valentin sei „kein Hexenwerk“
Der Umgang mit ihm sei allerdings auch „kein Hexenwerk“, aber man müsse ihn „kennen- und lesen lernen“. Die Tierschützer wünschen sich für den Rüden eher eine ländlichere Gegend, kleine Kinder sollten nicht im Haushalt leben. „Wir geben nicht auf, auch für Valentin muss doch da draußen irgendwo der passende Deckel sein“, schreiben die Tierschützer.
Bei einem Parkplatz-Kauf wurde derweil Hund Skooby erworben. Lediglich einen Tag später landete der Rüde im Duisburger Tierheim. Die Konsequenzen für den jungen Hund sind weitreichend. Auch Gustav geht es nicht gut: In seinem bisherigen Leben durfte er nichts kennenlernen. Jetzt sucht er ein liebevolles Zuhause.
Rubriklistenbild: © Tierheim Bonn
