Offizielle Einweihung
Bikepark in Bönen nach aufwendigem Um- und Anbau eingeweiht
Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen. Am Freitag wurden der neue „Pumptrack“ und der generalüberholte Dirtpark nun auch offiziell eröffnet.
Bönen – Eingefahren ist sie längst. Sobald die Baumaschinen abgerückt waren und die Sperrung aufgehoben wurde, haben die Biker „ihr“ Gelände am Förderturm zurückerobert. Seit dem Baubeginn im März haben sie schließlich darauf warten müssen. Selbst waghalsige E-Scooter-Fahrer haben den neuen, asphaltierten Pumptrack neben dem grundsanierten Dirtpark bereits getestet – und für gut befunden. Ganz offiziell wurde die Bike-Anlage nach dem aufwendigen Umbau aber erst am Freitagnachmittag eröffnet.
Bikepark in Bönen nach aufwendigem Um- und Anbau eingeweiht
Neben Bürgermeister Stephan Rotering, seinen Kollegen aus dem Fachbereich der Gemeinde, dem Gemeindesportverbandsvorsitzenden Dirk Presch und Vertretern der Politik, war auch Fabian Fuchs von Maier Landschaftsarchitektur aus Köln gekommen. Er wollte das Ergebnis der Planung selbst begutachten.
Umgesetzt wurden die Ideen indes in Absprache mit den Experten der Firma Schanzenwerk aus Hungen in Hessen. Janis Vogt und Luca Schmidt haben schon einige solcher Anlagen in ganz Deutschland umgesetzt. Auf die beiden Strecken auf dem ehemaligen Zechengelände blickten sie bei der Eröffnung nun sehr zufrieden. „Bei der Anlage wurden zwei verschiedene Bauweisen in ein Konzept gepackt, dadurch bietet sie sich für verschiedene Nutzungen an“, erklärte Janis Vogt. Insbesondere der „verspielte“ Pumptrack böte auch Rollerfahrern und Skateboardern gute Bedingungen. „Die Anlage ist super vielseitig. Sie kann sowohl von Anfängern als auch von Profis genutzt werden“, so der Fachmann.
Neuer Bikepark: Rund 300.000 Euro investiert
Größte Aufgabe war für die Experten, eine vernünftige Entwässerung hinzubekommen. In den vergangenen Jahren war der 2014 angelegte Mountainbike-Parcours nämlich häufig gar nicht zu benutzen, weil die Strecke nach Regenfällen total verschlammt und matschig war oder das Wasser die Bahn ausgespült hatte. Die Drainage reichte einfach nicht aus, um die Anlage trocken zu halten.
Fast jedes Jahr musste sie zudem ausgebessert werden. Vor allem das Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde, das das Projekt von Anfang an begleitet hat, machte dazu mobil. Dennoch: Der Pumptrack wucherte im Laufe der Zeit immer weiter zu. Grasbüschel, Wurzeln und Spurrillen nahmen den Nutzern den Spaß. Die Radien, Höhe und Anordnung der Hindernisse waren nach Meinung der Fachleute ohnehin von Anfang an nicht optimal angelegt worden. Da musste also dringend nachgebessert werden.
Der Investitionspakt Sportstätten 2021 kam der Gemeinde so gerade recht. Rund 300.000 Euro wurden für den Umbau des Bikeparks veranschlagt, rund 90 Prozent gab es von Bund und Land dazu. Damit konnten nicht nur der Sprung- und der Starthügel erneuert und die alte Piste verlängert werden, sondern darüber hinaus ein neuer, asphaltierter Pumptrack gebaut und ein sinnvolles Entwässerungssystem angelegt werden.
Bikepark Bönen: Spaß für Anfänger und Profis
Was dort jetzt alles möglich ist, demonstrierte Freestyle-Mountainbiker Marc Diekmann aus Melle zur Eröffnung auf der Bahn. Sein Fazit: „Hier wird den Bikern richtig was geboten!“ Danach war die Bahn frei für alle, die sich trauten. Wer kein passendes Rad hatte, konnte sich von „Mattis Bikeshop“ aus Bönen kostenlos eins leihen – nebst Helm für die Sicherheit.
Eine tragische Nachricht überschattete allerdings die Feier: der völlig unerwartete Tod von Ratsherr Friedhelm Lange am Donnerstag. Der Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzender des Fachausschusses Familie, Sport und Kultur hat den Umbau der Anlage mit auf den Weg gebracht und hätte die Eröffnung selbstverständlich begleitet.
Der Kita-Nachhaltigkeitswettbewerb in Bönen und Bergkamen ist beendet. Aus 15 teilnehmenden Kitas wählte die Sparkasse insgesamt sechs Gewinner aus.