Katzengesundheit

Der Lebensabend von Senioren-Katzen: Worauf kommt es an, wenn die Samtpfoten alt werden?

Ältere Katze liegt.
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Nicht nur die körperlichen Fähigkeiten und das Aktivitätslevel Ihrer Katze, sondern auch ihr Verhalten kann sich mit zunehmendem Alter verändern. Daraus ergeben sich neue und individuelle Bedürfnisse, auf die Sie als Katzenhalter möglichst sensibel eingehen sollten. „Ob, wann, wie stark und welche Alterserscheinungen bei Seniorkatzen auftreten, sind bei jeder Katze unterschiedlich“, informiert die VTG Tiergesundheit GmbH.
Nahaufnahme einer getigerten Katze, die nach oben in die Kamera sieht. (Symbolbild)
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Während Hauskatzen im Schnitt zwischen 15 und 18 Jahre alt werden können, erreichen Freigänger oft nur ein Alter zwischen acht und 12 Jahren. Streuner hingegen werden meist nur sechs bis acht Jahre alt. Für Rassekatzen gilt ein genereller Altersdurchschnitt von zehn bis 12 Jahren, so Helvetia Versicherungen. Bereits ab einem Alter von sieben Jahren gilt die Samtpfote dann als „ältere Katze“, mit 12 Jahren wird sie als „Seniorkatze“ bezeichnet. Mithilfe der Tabelle im Anschluss an die Fotogalerie können Sie herausfinden, wie alt Ihre Katze in Menschenjahren ist.
Eine Katze liegt auf dem Rücken und spielt mit einem Stoffspielzeug.
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Oft bemerken Katzenbesitzer Veränderungen im Verhalten ihrer älteren Lieblinge: Womit man die Katze in jungen Jahren noch begeistern konnte, zeigt sie heute oft kein Interesse mehr. Das hat aber nichts mit Ihnen oder dem Spielzeug zu tun, sondern mit der nachlassenden Aktivität und dem geringeren Bewegungsdrang Ihrer Katze. Statt herumzutollen, kuschelt sie jetzt vielleicht lieber und ist gerne in der Nähe ihrer Menschen. Auch das gemeinsame Spielen oder die Erkundungstouren vor der Tür werden oft kürzer. Ein stärkeres Schlafbedürfnis ist ein Zeichen dafür, dass sich die Katze ihrem Lebensabend nähert. Mit einem erhöhten, kuscheligen Platz, an dem sie dösen und ihre Umgebung beobachten kann, tun Sie ihr in dieser Lebensphase einen großen Gefallen. Trotz eingeschränkter Beweglichkeit und nachlassender Kondition sollten Sie je nach Gesundheitszustand Ihrer Katze tägliche Spieleinheiten in den Alltag integrieren, um sie geistig und körperlich fit zu halten.
Katze döst auf Kratzbaum
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Um ihren sicheren Platz in der Höhe erklimmen zu können, sollten Sie Ihrer Katze eine Aufstiegshilfe, beispielsweise eine Katzentreppe, zur Verfügung stellen. Den Einstieg ins Katzenklo können Sie mit einem kleinen Hocker oder einer flachen Katzentoilette erleichtern.
Katze schläft auf einem Stuhl
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Wie Menschen können auch Katzen im Alter an Demenz erkranken. Aber auch das allgemeine Verhalten kann sich schleichend verändern. Schon kleine Abweichungen von der täglichen Routine oder Änderungen der Umgebung können beispielsweise den Altersstarrsinn und eine gewisse Verwirrtheit Ihrer Seniorenkatze zum Vorschein bringen. Die Einhaltung der Tagesroutine kann sich daher positiv auf die Verfassung des pelzigen Seniors auswirken; auf Veränderungen in der Wohnung sollten Sie weitgehend verzichten.
Katze genießt Sonnenuntergang
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Auch bei nachlassendem Sehvermögen ist es wichtig, dass sich die Katze nachts in der Wohnung orientieren kann. Verändern Sie deshalb so wenig wie möglich, damit sich Ihr Stubentiger auch im Dunkeln zurechtfindet. Ein Nachtlicht kann helfen, dass das Tier auch nachts seinen Weg findet.
Katze springt von einer Mauer
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Nicht nur das Verhalten, sondern auch die körperliche Fitness von Katzen nimmt im Alter ab. Der Sprung vom oder auf den Stuhl fällt plötzlich nicht mehr so leicht. Die eingeschränkte Beweglichkeit beeinträchtigt Katzen auch bei der Fellpflege. Hier sollten Katzenhalter bei Bedarf unterstützen und das Fell mit einem feuchten Lappen sauber halten. Ein Anzeichen, dass Ihre Katze Hilfe benötigt, ist ein struppiges Fell mit trockener, schuppiger Haut.
Eine grau-getigerte Katze frisst aus einem Edelstahlnapf.
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Im Alter verschlechtert sich auch der Geruchssinn, weshalb viele Katzen Probleme damit haben, ihr Futter zuzuordnen. Zahnprobleme und eine empfindlichere Maulhöhle können bewirken, dass Senioren-Katzen insgesamt weniger fressen und unter Umständen Gewicht verlieren. Spezielles Seniorfutter versorgt die Katze mit ausreichend Vitaminen und Proteinen und ist außerdem geruchsintensiver, um den Appetit anzuregen. Zudem haben Katzen im Alter oft weniger Durst als junge Tiere, weshalb Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten müssen. Bieten Sie Ihrem Tier unterschiedliche Möglichkeiten zum Trinken, beispielsweise durch Trinkschalen in verschiedenen Zimmern oder einen Katzenbrunnen. Auch Trinkwasser mit einem leckeren Geschmack animiert Ihre Katze ganz bestimmt zum Trinken. Geben Sie dafür zum Beispiel etwas Nassfutter in das Wasserschälchen.
Katze liegt auf dem Schoß einer Frau.
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Nicht nur das Riechen fällt Katzen im Alter oft schwerer, auch die Leistung anderer Sinnesorgane nimmt stetig ab. Wenn Sie also bemerken, dass Ihr Stubentiger schlechter sieht, hört oder riecht, sollten Sie ihn auf keinen Fall schimpfen, sondern besonders liebevoll auf seine Eigenheiten eingehen.
Katze schläft auf Fensterbrett
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Chronisches Nierenversagen gilt als die häufigste Todesursache bei Katzen. Aber auch andere Krankheiten wie Arthrose, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus oder Schilddrüsenfehlfunktionen kommen vor allem bei älteren Katzen häufig vor. Regelmäßige Check-ups beim Tierarzt helfen dabei, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ein altersbedingt geschwächtes Immunsystem sollte durch die nötigen Impfungen und eine regelmäßige Parasitenkontrolle unterstützt werden.
  • Sophie Kluß
    VonSophie Kluß
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Welche Alterserscheinungen bei Katzen auftreten können und wie Sie Ihrer Samtpfote den Lebensabend erleichtern können, erfahren Sie hier.

Auch wenn sie alt wird, können Sie Ihrer Katze mit kleinen, aber liebevollen Maßnahmen eine schöne letzte Lebensphase bereiten. Sie sollten allerdings beachten, dass die oben aufgeführten nicht unbedingt auf jede Katze zutreffen. Jedes Tier ist anders und einzigartig. Während die einen Miezen schon in relativ jungen Jahren die ersten Alterserscheinungen zeigen, bleiben andere bis ins hohe Alter topfit.

Wie alt ist mein Stubentiger? Katzenjahre in Menschenjahre umrechnen

1-jährige Katze = 15 Menschenjahre

2-jährige Katze = 24 Menschenjahre

4-jährige Katze = 32 Menschenjahre

7-jährige Katze = 44 Menschenjahre

10-jährige Katze = 56 Menschenjahre

12-jährige Katze = 64 Menschenjahre

14-jährige Katze = 72 Menschenjahre

16-jährige Katze = 80 Menschenjahre

18-jährige Katze = 88 Menschenjahre

20-jährige Katze = 96 Menschenjahre

Quelle: VTG Tiergesundheit GmbH

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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