Gieriger Bello
Wieso manche Labradore immer Hunger haben: Neue Studie zeigt überraschende Erkenntnisse
Moppelige Labradore sind kein Einzelfall. Oftmals stößt dies auf Unverständnis und Kritik. Eine Studie liefert jetzt überraschende Erkenntnisse zu diesem Problem.
Labrador-Retriever gelten als liebevoll und sanftmütig – sowie besonders gierig und verfressen. Sie neigen daher auch zu Übergewicht. Ihre Halter würden daher oftmals ungefragt Erziehungstipps bekommen, wie die Leiterin einer neuen Studie zu diesem Thema sagte: „Die Menschen sind oft unhöflich gegenüber den Besitzern von dicken Hunden und werfen ihnen vor, dass sie nicht richtig auf die Ernährung und Bewegung ihrer Hunde achten“, so Eleanor Raffan, Wissenschaftlerin und Mit-Autorin der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit, laut Spiegel. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.
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Genetische Mutation als Auslöser für Verfressenheit von Labradoren
Gegenstand der Forschung war, weshalb die hübschen Vierbeiner überdurchschnittlich verfressen sind. Dass eine Genmutation der Auslöser sein könnte, zeigten Wissenschaftler bereits in vorangegangenen Studien. Nun untersuchte ein Team der University of Cambridge um Seniorautorin Eleanor Raffan, wie genau die Mutation das Fressverhalten von Labradoren beeinflussen könnte.
Vor allem zwei Hunderassen standen dabei im Fokus der Forscher: Etwa ein Drittel der Labrador-Retriever und rund zwei Drittel der Flat Coated Retriever besitzen demnach eine genetische Mutation, die bewirkt, dass betroffene Hunde besonders futterversessen und infolge oftmals moppelig sind. „Betroffene Hunde neigen dazu, sich zu überfressen, weil sie zwischen den Mahlzeiten schneller hungrig werden als Hunde ohne diese Mutation“, sagte Eleanor Raffan laut dem Wissensportal Portal Scinexx, das zuerst über die Studie berichtete.
Ist mein Hund übergewichtig?
Um das Idealgewicht Ihres Hundes herauszufinden, rät Tierarzt Dr. Hölter, folgende fünf Fragen ehrlich zu beantworten:
1. Hat mein Hund eine Taille?
2. Sind seine Rippen tastbar?
3. Kann ich seine Rippen zählen?
4. Hat mein Hund Fettpolster an Rücken und Schwanzansatz?
5. Ist mein Hund weniger bewegungsfreudig als gewöhnlich?
Alternativ können Sie auf den BMI-Rechner für Hunde von PetBioCell zurückgreifen.
Wie Sie Übergewicht bei Ihrem Hund außerdem erkennen und behandeln können, erfahren Sie hier.
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Doch was wurde in der Untersuchung denn nun herausgefunden? Verschiedene Tests zeigten Anzeichen dafür, dass die Hunde mit der Genmutation wahrscheinlich „schneller größeren Hunger haben könnten“ als Hunde ohne Mutation, so der Spiegel. In einem Video, das die University of Cambridge auf YouTube veröffentlicht hat, sieht man aufschlussreiche Aufnahmen der Experimente. Was tun, wenn sich der Hund überfressen hat? Lesen Sie hier mehr.
Außerdem wurde nachgewiesen, dass Hunde mit der Genmutation etwa 25 Prozent weniger Kalorien verbrennen als Hunde ohne die Mutation. Laut den Forschern löse die Mutation folglich nicht nur ein Hungersignal aus, sondern führe auch dazu, dass der Körper in eine Art Energiesparmodus übergeht. Demnach haben Hunde mit entsprechender Mutation einen doppelten Nachteil: „Sie wollen nicht nur mehr fressen, sondern benötigen auch weniger Kalorien, weil sie diese nicht so schnell verbrennen“, so Eleanor Raffan. Besitzern von betroffenen Labradoren und Flat Coated Retriever rät sie deshalb, darauf zu achten, „was sie diesen hochgradig futtermotivierten Hunden zu essen geben, damit sie ein gesundes Gewicht halten.“
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Einen Tipp gibt die Wissenschaftlerin allen interessierten Haltern gleich mit auf den Weg. Es könne beispielsweise helfen, die tägliche Futterration in einem Futterautomaten so aufzuteilen, dass es länger dauert, bis der Hund an sein Futter kommt.
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