Einzug und Eröffnung verzögern sich

Wohngruppe eröffnet Café und Tante-Emma-Laden in Rhynern

Ein echter Hingucker: Die renovierte Villa an der Straße „An der Windmühle“ ist allerdings noch immer unbewohnt.
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Ein echter Hingucker: Die renovierte Villa an der Straße „An der Windmühle“ ist allerdings noch immer unbewohnt.

Der Einzug der Malteser-Wohngruppe in die zum Teil denkmalgeschützte Villa in Rhynern verzögert sich. Entsprechend ist auch die Eröffnung von Café und „Tante-Emma-Laden“ noch ohne Termin.

Rhynern – Von außen macht die alte Villa an der Straße „An der Windmühle“ in Rhynern bereits seit einigen Monaten wieder etwas her. Nach der Sanierung erstrahlt die Fassade in helleren Farben. Hinter den Fenstern deuten Möbel und Dekoartikel bereits auf neues Leben hin in dem seit über drei Jahren leer stehenden Haus, das zum Teil unter Denkmalschutz steht. Der geplante Einzug der neuen Malteser-Wohngruppe verzögert sich allerdings weiterhin. Damit lässt auch die Eröffnung des kleinen Cafés und des „Tante-Emma-Ladens“ noch etwas auf sich warten.

„Die Eröffnung verzögert sich leider, da der Innenausbau nicht so schnell vorankam“, teilt Patrick Portmann, von der Abteilung Jugend und Soziales bei den Maltester-Werken mit. Nachdem bereits die zuvor anvisierten Einzugstermine von zunächst November 2022 und schließlich Anfang 2023 nicht eingehalten werden konnten, hält sich Portmann mit neuen Zielsetzungen zurück. Klar sei, dass die Bewohner „in den kommenden Wochen einziehen werden, so dass wir dann so langsam loslegen können“, so Portmann. Er werde einen Eröffnungstermin für Café und Laden frühzeitig kommunizieren und freue sich bereits auf die Begegnung mit den Rhyneraner Bürgern. Denn durch das einzigartige Konzept sollen nicht nur die zukünftigen Bewohner des Hauses, sondern auch die Rhyneraner Bürger von der Ansiedlung profitieren.

Jugendliche und junge Erwachsene

Das Wohnprojekt mit dem Namen „Pontis“ ist mit den integrierten Tätigkeitsfeldern im Service-Bereich als eine Art Jobeinstieg für die Bewohner auch für die in der Arbeit der Jugendhilfe so erfahrenen Malteser-Werke absolutes Neuland. Das Angebot richtet sich an psychisch und psychiatrisch erkrankte Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren, die bereits verschiedene Stationen der Kinder- und Jugendhilfe durchlaufen haben, sich in einer Übergangsphase befinden und weiterhin einen Stabilisierungsbedarf haben. „ Ziel unserer Arbeit ist es, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu befähigen, eine soziale, schulische und berufliche Identität zu finden und zu entwickeln, um in der Gesellschaft ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen“, beschreiben die Malteser das Angebot auf ihrer Internetseite.

Alles wird bewusst klein gehalten

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden in einer Art Wohngemeinschaft in der alten Villa leben. In ihrem vertrauten Wohnumfeld sollen sie trainiert werden, auf Menschen zuzugehen, um so eine Selbstwertsteigerung zu erfahren, die es im Optimalfall bald ermöglicht, dass sie autonom leben und arbeiten. Daher werde auch alles bewusst klein gehalten. Ein stressiger Arbeitstag wäre dabei wenig hilfreich.

Auch eine Integration der jungen Bewohner in das soziale Umfeld Rhynerns durch Aufbau von Freizeitbeschäftigungen und Mitgliedschaft von Vereinen streben die Malteser an.

Das Konzept

Während im Obergeschoss der alten Villa, in der einst eine Arztpraxis untergebracht war, Wohnraum für junge Menschen entsteht, soll im Erdgeschoss ein Café Gäste einladen. Des Weiteren soll im Bereich der einstigen Garage ein „Tante-Emma-Laden“ mit Produkten für den täglichen Bedarf öffnen. Kleinigkeiten wie Kartoffeln, Eier und Milch können dann fußläufig im Ortskern als schnelle Besorgung eingekauft werden. Vielleicht ergänzt dies sogar den Freitagsmarkt, der sich nur wenige Gehminuten entfernt auf dem Parkplatz des Lindenhofes etabliert hat. Im Café soll nachmittags Selbstgebackenes bei einer Tasse Tee oder Kaffee angeboten werden. Die Zahl der Sitzplätze wird überschaubar bleiben.

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