Neues Zuhause für Chillie gesucht

Kätzchen ausgesetzt: Polizei Hamm erwärmt Herzen mit Rettungsaktion

So süß: Kätzchen „Chillie“ im Streifenwagen.
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Dieser Blick...: Kätzchen „Chillie“ im Streifenwagen.

Ein ausgesetztes Kätzchen wird in Hamm von der Polizei gerettet. Die Beamten stellen einen herzzerreißenden Post online. Er ist noch nicht das Ende der Geschichte.

Hamm - Ein ungewöhnlicher Social-Media-Post der Polizei berührt in Hamm die Herzen vieler Menschen. Beamte hatten in Bockum-Hövel ein kleines Kätzchen aufgegriffen und in Obhut genommen. „Chillie“ sucht nun ein neues, liebes Zuhause.

„Hin und wieder gibt es Einsätze zum Verlieben. Etwa, wenn einem eine kleine Katze so niedlich in die Augen schaut“, war am Nachmittag des 27. März bei Facebook und Instagram über einem Foto zu lesen, das einen jungen Polizisten mit der hellbraunen Katze zeigt, die ihn mit großen Augen aus einem Handtuch heraus ansieht.

Der Besitzer habe das Tier „kürzlich mit etwas Katzenfutter in einer Tiefgarage an der Oranienburger Straße ausgesetzt“, heißt es weiter. Dort sei es abends aufgegriffen worden. „Als schnurrendes Besatzungsmitglied“ sei es im Streifenwagen zunächst auf die Bockum-Höveler Wache gegangen.

Kätzchen „Chillie“ aus Hamm sucht „liebevolle Menschen“

Der Bereitschaftsdienst des Tierasyls brachte das Kätzchen wenig später von Bockum-Hövel zu seiner Einrichtung neben den Tierpark, wo es kastriert und geimpft wurde. „Chillie“ sei nicht vermisst worden und suche nun „liebevolle Menschen“, ergänzte das Team des Tierasyls später.

Zahlreiche Kommentare wurden unter den Posts der Polizei verfasst. Neben vielen empathischen „Danke-für-diesen-Einsatz“-Statements bekommen die (un)verantwortlichen Menschen ihr Fett weg. „Der Mensch ist und bleibt das größte Monster auf Erden“, heißt es beispielsweise. Und: „Das Schnurren einer Samtpfote beruhigt die Sinne und die Seele.“

Kätzchen „Chillie“ aus Hamm: Kontakt zum Tierasyl

„Liebevolle Menschen“, die sich in Chillie oder eine andere Katze aus dem Tierasyl verlieben möchten, sollten sich dort möglichst zunächst per Mail (info@tierasyl-hamm.de) melden. Sie erhalten dann ein Formular zur Selbstauskunft, die zeigen soll: Passt es wohl? Oder eher nicht? Erst dann kann es weitergehen.

Tatsächlich gab es für Chillie bereits mehrere Interessenten, sagt Katja Skriginski aus dem Tierasyl auf Nachfrage. Aber gepasst habe es bislang nicht. Der Kater sei eine „Europäisch Kurzhaar“, also eine „normale Hauskatze“, und vermutlich etwas älter als ein Jahr. Ob er zuvor Freigänger war, wisse man nicht genau - Skriginski nennt einen „gesicherten Balkon als Mindestvoraussetzung“.

Der jüngste tierische Einsatz der Polizei hatte Ende Februar Schlagzeilen gemacht. Damals waren fünf Pferde nahe einer Bahnstrecke ausgebüxt...

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