Blaulicht in Hamm

„Qualvoller Hitzetod“ drohte: Polizei rettet Hund aus Auto – Halter bleibt uneinsichtig

Die Polizei hat am Montag einen Hund aus einem überhitzten Auto in Hamm befreit. Es drohte ein Hitzetod – einsichtig war der Halter trotzdem nicht.

Update vom 22. Juni, 12.47 Uhr: Mittlerweile hat die Tierrechtsorganisation Peta Anzeige gegen den 50-jährigen Hundehalter erstattet.

Hund in Hamm vor Hitzetod gerettet

Erstmeldung vom 22. Juni: Vor einem qualvollen Hitzetod in einem Auto hat die Polizei am Montag, 22. Juni, einen Hund in Hamm gerettet. Schon durch die Scheiben des Fahrzeugs konnten die Einsatzkräfte einen „schlechten Allgemeinzustand des Tieres“ wahrnehmen, wie die Polizei Hamm mitteilt. Die Kräfte sprachen eindringlich mit dem Halter – einsichtig war er trotzdem nicht.

Die Polizei hat einen Hund aus einem überhitzten Auto gerettet. (Symbolbild)

Gegen 10.20 Uhr entdeckten Passanten den Hund in dem Fahrzeug auf einem Seitestreifen an der Werler Straße in Hamm-Mitte – in der „prallen Sonne“, wie es heißt. Daraufhin alarmierten sie die Polizei. Vor Ort angekommen, erklärten Zeugen den Beamten, dass der Hund bereits über eine Stunde in dem überhitzten Fahrzeug ausharren musste.

Hund vor Hitzetod im Auto gerettet – Halter „wenig verständnisvoll“

Vom Halter fehlte zu dieser Zeit noch jede Spur. Deshalb entschlossen sich die Einsatzkräfte, den Vierbeiner aus der lebensgefährlichen Lage zu befreien. Glück für den Fahrzeughalter: Eine Tür war unverschlossen, sodass keine Scheibe eingeschlagen werden musste. Nach der Rettung übergaben die Beamten den Hund an das Tierasyl Hamm, wo die Gesundheit des Hundes überprüft wurde. Neben der Schwächung durch die Hitze seien keine weiteren Auffälligkeiten entdeckt worden, erklärt Stadtsprecher Cedric Sporkert auf Nachfrage unserer Redaktion.

Im Nachgang nahmen die Einsatzkräfte Kontakt zu dem 50-jährigen Hundehalter auf. Trotz „eindringlicher Belehrung“, wie es in der Mitteilung heißt, habe sich der Hammer „wenig verständnisvoll“ gezeigt. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz gegen ihn ein. Auf Wunsch des Eigentümers kam der Vierbeiner nach Abschluss aller Maßnahmen zurück in dessen Obhut, so Sporkert.

Nach dieser Grafik dürften die Temperaturen im Fahrzeug die 50 Grad überschritten haben, als die Polizei eingriff.

In diesem Zuge warnt die Polizei: „Bei warmem Wetter kann sich das Innere eines Fahrzeugs schnell auf gefährliche Temperaturen aufheizen. Es kann lebensgefährlich werden, Tiere im Inneren zu lassen – selbst dann, wenn diese Wasser zur Verfügung haben oder das Fenster einen Spalt geöffnet bleibt. Lassen Sie deswegen Hunde oder andere Haustiere auf keinen Fall im geparkten Wagen zurück – auch nicht für kurze Zeit.“

Der örtlichen Polizeibehörde sind in letzter Zeit zwar keine ähnlichen Fälle aus Hamm bekannt, wie Sprecherin Britta Fröhlich auf Nachfrage von wa.de berichtet. Dennoch kommt es trotz all der Warnhinweise immer wieder vor, dass Halter ihre Tiere im überhitzten Fahrzeug zurücklassen. So beispielsweise vor einigen Wochen in Köln, als die Feuerwehr eingreifen musste.

Rubriklistenbild: © Panama Pictures/Imago

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